Kragenformen

Die richtige Kragenform finden – dabei hilft dir eine gute Übersicht aller Kragenarten, deren Merkmale & Unterschiede. Das und mehr findest du hier!

Der Kragen ist eines der wesentlichsten Gestaltungselemente bei Hemden, Blusen, Kleidern, Jacken und Mänteln. Die Kragenform ist ein entscheidender Aspekt für das Design und die Erscheinung des Trägers.

Welche Kragenarten gibt es? Was sind die Merkmale der verschiedenen Kragenmodelle? Welcher Kragen wird zu welchem Anlass getragen? Welche Kragenform passt zu welchem Gesichtstyp? Antworten auf alle Fragen rund um das Thema Kragen bekommt ihr hier.

Inhalt dieses Artikels:

Welche Kragenformen gibt es? – Kragenformen für Damen und Herren

Es gibt viele verschiedene Kragenarten. Im Folgenden findet ihr die geläufigsten Modelle mit detaillierter Beschreibung und den jeweiligen Merkmalen. Besonderer Fokus liegt dabei auf folgenden Kragenformen:

  • Hemdkragenformen
  • Stehkragen
  • Rollkragen
  • Troyer
  • Polokragen
  • Bubikragen
  • Matrosenkragen
  • Schluppenkragen
  • Reverskragen

Natürlich wird die Liste stetig aktualisiert und erweitert.

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Hemdkragenformen

Bei der Anatomie eines Hemdkragens ist der Winkel der Kragenflügel zueinander ein wesentliches Merkmal. Davon hängt auch ab welcher Krawattenknoten oder ob eine Fliege dazu getragen wird. Wichtig ist aber auch der Kragensteg, der ausschlaggeben dafür ist, wie hoch ein Kragen am Hals sitzt und wie lang die Flügel bis zur Kragenecke sind. Variiert mit speziellen Knöpfungen und anderen Verschlußarten ergibt sich ein Vielzahl Kragentypen:

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Kent

Der Kentkragen gilt unter den Kragenformen als echter Klassiker und Allrounder, der insbesondere bei Herrenhemden vorhanden ist. Er kann sowohl zu Businessmeetings, als auch zu festlichen Anlässen getragen werden. Durch seine spitz zulaufenden Kragenschenkel ist er besonders flexibel und eignet sich auch optimal für die Freizeit.
Häufig wird auch vom New-Kent-Kragen gesprochen. Dieser ist allerdings eine Mischung aus Kent- und Haifischkragen. Zwar ist der New Kent nicht so weit gespreizt wie der Haifischkragen, allerdings ist er auch nicht so spitz wie der klassische Kent-Kragen.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Kentkragen
Kentkragen

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Button-Down Kragen

Beim Button-Down Hemd sind die Kragenspitzen durch Knöpfe mit dem Hemd verbunden. Diese Kragenform kann vor allem gut zum businesstauglichen Casual Look verwendet werden, sodass man die Krawatte auch weglassen kann.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Button-Down-Kragen
Button-Down-Kragen

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Under-Button-Down Kragen

Auch bei dieser Kragenform sind die Kragenschenkel mithilfe von kleinen Knöpfen am Hemd fixiert. Er ist ähnlich wie der Button-Down Kragen, allerdings sind die Knopflöcher unterhalb des Kragens, also verdeckt. Somit sind sie von außen nicht sichtbar und sorgen dennoch dafür, dass die Kragenschenkel in ihrer festen Form bleiben.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Under-Button-Down-Kragen
Under-Button-Down-Kragen

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Haifischkragen

Der Haifischkragen fällt insbesondere durch seine Eleganz auf. Er wird auch als Cutaway-Kragen bezeichnet und bietet durch seine bis zu 160 Grad weit auseinander liegenden Kragenspitzen besonders viel Platz für einen breiten Krawattenknoten. Er eignet sich auch gut für eine Fliege.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Haifischkragen
Haifischkragen

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Smokingkragen

Beim Smokingkragen, oder auch Kläppchenkragen, sind die Kragenspitzen nach vorne geklappt. Ein Hemd mit diesem eleganten Kragen wird mit Fliege, Schleife oder Plastron kombiniert und mit Smoking, Frack oder Cutaway bei festlichen Anlässen getragen. Es ist meist Weiß oder Cremefarben. Klassisch wird es mit verdeckter Knopfleiste oder kleinen schwarzen Knöpfen gearbeitet.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Smokingkragen
Smokingkragen

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Welche Kragenform passt zur Fliege?

Die Auswahl an Herrenhemden ist groß. Doch der Hemdenkauf ist nicht erledigt, wenn man lediglich auf die Größe, Kragenweite oder die Ärmellänge achtet. Denn ausschlaggebend für die Wahl zwischen Krawatte oder Fliege, bzw. Breite des Krawattenknotens ist letztendlich die Kragenform des Hemdes. Deshalb stellt sich häufig die Frage, welche der verschiedenen Kragenformen bzw. Hemdkragen mit Fliege, Krawatte oder ohne Krawatte getragen werden kann.
Die Fliege muss nicht immer zu einem Anzug oder Sakko getragen werden, sie kann auch zu nur einem Hemd passen.
Die erste Frage, die man sich bei der Wahl des Hemdes stellt ist, welche Kragenform man zur Fliege wählt.

  • Smokingkragen: Mit seinen umgeklappten Kragenschenkeln wird er fast ausschließlich zu festlichen Anlässen getragen. Die Spitzen der Kragenenden sind dabei nach unten geklappt und werden von der Fliege verdeckt. Diese Kragenform wird mit Smoking oder Frack getragen und idealerweise mit einer Fliege kombiniert.
  • Haifisch-Kragen: Durch seinen weiten Winkel und seine weit gespreizte Form bietet er viel Platz für die Fliege und kann durch seine modische Wirkung perfekt zu festlichen Anlässen genutzt werden.
  • Kentkragen: Die Kragen sind eng genug, um die Schlaufe des Querbinders zu verdecken. Dadurch wird das Binden der Fliege in jedem Fall erleichtert. Der Kentkragen hat dabei eine weitaus konservativere Wirkung als die anderen beiden Kragenformen.

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Welche Kragenform passt zur Krawatte?

Der modisch eleganten Variante des klassischen Kent-Kragens passt durch seinen universelle Kragenform bestens zur Krawatte. Zudem ist er flexibel was den Krawattenknoten angeht, sodass er sich gut der Breite der Krawatte anpasst und sich mit allen Krawattenformen kombinieren lässt. Hier wirkt z.B. der Four-in-Hand Krawattenknoten besonders gut.

Auch der Haifischkragen kann gut mit einer Krawatte kombiniert werden. Dabei sollte man allerdings aufgrund des gespreizten Kragens einen großen Krawattenknoten wählen, der eher breit geschnürt werden sollte. Denn unter allen Kragenformen ist der Haifischkragen der breiteste und verlangt deshalb eine etwas voluminösere Krawatte.

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Welche Kragenform wird ohne Krawatte getragen?

Der Button-Down-Kragen wird in der Regel ohne Fliege oder Krawatte getragen, da er eher der sportliche Vertreter unter den Kragenformen ist. Am besten sollte diese Kragenform mit einem festeren Sakko kombiniert werden, das die Lässigkeit des Hemdes unterstreicht.

Auch der Under-Button-Down-Kragen lässt sich ideal und mit offenem Hemdenknopf tragen. Die Knöpfe, die die Kragenschenkel am Hemd fixieren, sind unterhalb des Kragens verborgen, sodass sich der Kragen dezent an das Hemd anschmiegt.

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Weitere Kragenformen

Stehkragen

Der Stehkrageneichnet sich insbesondere durch seine nicht vorhandenen Kragenflügel aus. Man kann ihn sowohl geschlossen, als auch offen tragen. Er lässt sich nicht mit einer Krawatte kombinieren und ist daher vorrangig für die Freizeit geeignet.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Stehkragen
Stehkragen

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Rollkragen

Der Rollkragen ist schlauchartig geschnitten und sehr körpernah angebracht. Daher ist er ein eher hoher Kragen, der meist an Strickkleidern und Pullovern zu finden ist. Er lässt sich je nach Elastizität des Textils und Länge ein oder mehrmals umschlagen bzw. umrollen. Er ist als eine schlichte, aber dennoch elegante Variante ein echter Hingucker.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Rollkragen
Rollkragen

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Troyer

Der Troyer-Kragen ist ähnlich wie der Rollkragen, kann aber durch einen kurzen Reißverschluss oder Knöpfe geöffnet und geschlossen werden. Häufig auch als Zipkragen bezeichnet, ist er oft an sportlich-eleganten Strickpullis zu finden. Diese Pullover dienten ursprünglich als Arbeitskleidung der Seeleute.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Troyer
Troyer

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Polokragen

Der Polokragen ist ein sehr sportlich legerer Kragen, der sich optimal für die Freizeit eignet. Standardmäßig ist er an T-Shirts zu finden, aber auch an Longsleeves oder sportlichen Kleidern. Modemarken wie Lacoste und Ralph Lauren sind bekannt für ihre Polohemden.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Polokragen
Polokragen

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Bubikragen

Der Bubikragen ist durch seine flach anliegenden, abgerundeten Kragenecken gekennzeichnet. Er ziert einfache wie klassische Kleider und Blusen und wird gerne auch in Kontrastfarben eingesetzt.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Bubikragen
Bubikragen

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Matrosenkragen

Der Matrosenkragen in seiner typischen hinten recht langen, rechteckigen Form verläuft nach vorne hin schmal zu. Befestigt wird der Matrosenkragen frontseitig mit einem Knoten.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Matrosenkragen
Matrosenkragen

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Schluppenkragen

Der Schluppenkragen hat seinen Namen durch das verlängerte Stück Stoff, das den Kragen ersetzen soll. Diese Schluppe kann lässig offen oder vorne am Hals zur Schleife geknotet werden. Es ist eine sehr feminine Variante, die das Accessoire schon mitbringt. Dabei sind Länge, Breite und Material des Bindebandes variabel.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Schluppenkragen
Schluppenkragen

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Kragen mit Wasserfalleffekt

Beim Wasserfallkragen fällt der am oberen Abschluss einer Bluse oder Kleids anschließende Stoff locker herab. Meist ist ein Wasserfallkragen sehr voluminös und umspielt vorteilhaft die Figur.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Kragen mit Wasserfalleffekt
Kragen mit Wasserfalleffekt

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Reverskragen

Der typische Reverskragen ist besonders bei Jacken vorhanden, kann aber auch bei Hemden, Blusen oder Kleidern eingesetzt werden und hat einen festen Platz in der Modewelt. Der typische Reversumschlag verlängert den eigentlichen Kragen und streckt die Proportionen des Trägers optisch.
Revers nennt man dabei die nach außen geschlagene Vorderkante. Dabei ist das Revers durch die Spiegel- oder Crochetnaht mit dem Kragen verbunden.

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Fallendes Revers

Hier zeigt die Reversspitze nach unten. Es ist heutzutage die am weitesten verbreitete Revers-Variante und dadurch vergleichsweise unauffällig.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem fallenden Revers
Fallendes Revers

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Steigendes Revers

Beim steigenden Revers sind die Reversspitzen nach oben geführt.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem steigenden Revers
Steigendes Revers

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Gebrochen steigendes Revers

Diese Kragenform bildet die Zwischenform der beiden vorangegangenen Revers-Formen und weißt vom Crochet nach außen ein sehr flacher Winkel nach oben oder unten auf.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem gebrochen steigenden Revers
Gebrochen steigendes Revers

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Schalkragen

Der Schalkragen wird (mit Seidenbesatz) oft beim Smoking verwendet und hat eine besonders edle Wirkung. Bei dieser Kragenform gibt es keine sichtbare Crochetnaht.

Auf dem Bild sieht man einen skizzierten Oberkörper mit einem Schalkragen
Schalkragen

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Welche Kragenform passt zu mir?

  • Breite und runde Gesichtsform: Hier empfiehlt sich grundsätzlich ein relativ spitzer Spreizungswinkel am Kragen, um diese optisch zu verlängern. Der Kentkragen ist durch seine Knöpfe flexibel verwendbar und eignet sich daher gut bei runder Gesichtsform. Der Bubikragen sollte eher vermieden werden.
  • Schmale Gesichtsform: Kragen mit relativ weiter Spreizung können helfen, schmale Gesichter optisch zu verbreitern.
  • Eckige Gesichtsform: Bei dieser Gesichtsform eignet sich besonders gut der Bubikragen mit seinen abgerundeten Kragenecken.
  • Langer Hals: Insbesondere bei einem langen Hals empfiehlt sich der Rollkragen, wobei er bei einem kurzen Hals eher nicht zu empfehlen ist.
  • Große Oberweite: Für Frauen mit großer Oberweite empfiehlt sich der Wasserfallkragen, der relativ viel Haut zeigt. Er streckt optisch und bewirkt eine schmalere Wirkung. Ein ähnlicher Effekt kann bei Frauen mit einem vergleichsweise kurzen Hals oder allgemein kurzem Oberkörper erzielt werden. Der geraffte Kragen setzt auch hier schlankere, verlängerte Formen und sorgt für eine tolle Figur.

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