Produkt: DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1
DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1
DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1

Schnitt-Technik von Kragenformen mit Rückenanlage

Diese Abbildung dient als Vorlage zur Schnittkonstruktion. Das Foto zeigt einen Kragen mit Rückenanlage.(Bild: © CATWALKPIX.COM)

Diese und viele weitere Kragenkonstruktionen finden Sie in dem Fachbuch DOB Schnittkonstruktion Kleider & Blusen.

Für breite oder sehr halsfern gelegene Kragenvariationen ist eine Konstruktion mit Rückenanlage erforderlich. Dies bedeutet, dass man durch das entsprechende Anlegen des Rückens an das Vorderteil automatisch die nötige Außenlänge erhält. Vor der Kragenkonstruktion beziehungsweise vor dem Anlegen des Rückenteils sollte eine eventuelle Schulterpolstererhöhung bereits integriert sein.

 

 

Garnitur-Kragen

 

Die technische Zeichnung eines Garniturkragens ist zu sehen.

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines Garniturkragens inklusive fertige Schnittteile.

 

Die einfachste Ausführung eines Kragens mit Rückenanlage ist ein sogenannter Garnitur-Kragen. Er kann zum Beispiel auch extra gearbeitet nur auf das Kleid oder die Bluse gelegt werden und benötigt somit auch keinen Steg. Je breiter dieser Kragen gestaltet wird, desto mehr Zwischenraum benötigt man an der Schulter zwischen Vorder- und Rückenteil. Bei eingearbeiteten Schulterpolstern ist ebenfalls ein größerer Abstand erforderlich. Ansonsten sind diese Kragen entsprechend Modetrend, Kundenwünschen oder Eigenfantasie zu gestalten.

 

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Breiter Reverskragen

Die technische Zeichnung eines Reverskragens in Form eines Doppelreiher ist abgebildet. Dient als Vorlage für die Schnitt-Technik.

 

Vorderteil

Zu sehen ist die Schnittkonstruktion eines Reverskragens in Form eines Doppelreihers.

Zunächst bestimmt man die Lage der Knopflöcher und den Reversbeginn, der bis zu circa 1 cm oberhalb des Knopflochs liegen kann, je nachdem wo das Revers ausrollen soll. Das Halsloch wird bei diesen Kragenkonstruktionen in der Regel mindestens 1 cm vergrößert. Vom Übertritt aus, der ein oder zweireihig angegeben werden kann, ist eine Linie (A) nach oben in die Halslochform, an den unteren geraden Verlauf wird später das Reversteil angelegt.

Von der neuen Halsspitze aus ist ein Kreisbogen nach links zu schlagen mit Haltepunkt (Z) beim Reversbeginn. Auf den Kreisbogen ist zweimal die Stegbreite von 1,5 – 2,5 cm (hier 2 cm) zu messen. Die Stegbreite an dieser Stelle soll immer 0,5 cm weniger als die an der hinteren Mitte betragen. Vom vorderen 2-cm-Punkt merkt man sich 0,5 cm nach rechts an und zeichnet von hier eine gerade Linie zum Reversbeginn (A1) an der Übertrittkante. Für die eigentliche Kragenlinie ist zum 2-cm-Punkt gebogen zu verbinden. Die dick gestrichelte Linie bildet den Reversbruch und liegt in der Mitte zwischen den Linien A und A1. Ab dem Reversbruch sind Kragen und Reversform frei nach Vorlage, Modellbild oder einfach individuell zu gestalten.

 

 

Rückenteil

Zu sehen ist das rückwärtige Schnittteil und die Kragenkonstruktion eines Reverskragens.

Die Zeichnung zeigt die Konstruktion des Rückenteils, wie es zur Anlage an das Vorderteil benötigt wird. Der Abnäher darf nicht in der Schulter liegen. Der schnittfertige Rücken ist nur mit dem vergrößerten Halsloch zuzuschneiden. Die hintere Mitte sowie die neue Halslochspitze sind zu verlängern.

An der Halslochspitze ist derselbe Betraf wie auf den Kreisbogen des Vorderteils hochzumessen (auf die hintere Mitte immer 0,5 cm mehr). Die obere Verbindungslinie kann in einer etwas flacheren Form als die Halslochrundung gezeichnet werden. Die Steglinie wird erst nach dem anlegen dieses Teils vervollständigt.

 

 

Rückenanlage

Zu sehen ist die Schnittkonstruktion eines Reverskragens in Form eines Doppelreihers plus fertiges Schnittteil.
Als nächster Schritt ist das Rücken-Anlageteil so an das Vorderteil zu legen, dass zwischen K und K1 0,5 – 1 cm Abstand verbleibt (damit Kragenansatzlinie und Halslochlänge übereinstimmen). Die Rückenschulter trifft auf Punkt K2, der 0,5 – 1 cm (eventuell noch etwas mehr) unterhalb der Schulterlinie liegt.

Bei K2 kann die Außenlänge des Kragens noch etwas beeinflusst werden. Für sehr breite Kragenformen legt man die Ecke der Rückenschulter entweder genau oder auch mit Abstand an die vordere Schulterlinie. Nun kann der Kragenbruch (hier dick gestrichelt) mit dem Reversbruch verbunden werden. Die hintere Kragenbreite ist so festzulegen, dass ein schöner Verlauf nach vorne gewährleistet ist.

Um das Vorderteil schnittfertig zu erhalten, legt man das bis zur vorderen Linie A 1 kopierte Reversteil an die zuerst gezeichnete Linie A, die genau ins Halsloch führt. Der herausgenommene Kragen ist in das Halsloch zu passen und der Schulterpunkt am Kragen anzugeben, wobei im Schulterbereich auch etwas dressiert (gedehnt) werden kann. Etwaige Längendifferenzen zwischen Halsloch und Kragenansatzlinie sind an der hinteren Mitte des Kragens zu beseitigen.

 

 

Mehrweite für Oberkragen und Beleg

Bei den meisten Kragenformen (Ausnahme zum Beispiel Stehkragen) ist der Oberkragen etwas größer als der Unterkragen zu schneiden, was auch für den Beleg der Reversklappe gilt. Diese Mehr- beziehungsweise Rollweite ist für das Umschlagen oder Umlegen eines Kragens notwendig und außerdem von der Stoffart abhängig.

 

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