Produkt: Schnitt-Technik Tanzkleider (Latein)
Schnitt-Technik Tanzkleider (Latein)
Anleitung zur Schnittkonstruktion von vier verschiedenen Kleidern für lateinamerikanischen Tanz.

Grundschnitt Kleid

 

Abgebildet ist eine technische Zeichnung von einem Kleidergrundschnitt.

 

Für die Erstellung eines Modellschnitts für die Bekleidungsindustrie oder die Maßschneiderei ist immer ein Grundschnitt erforderlich. Dieser Grundschnitt bildet die Basis für die Modellgestaltung, wobei bereits die erforderlichen Bewegungszugaben, nicht aber modische Details berücksichtigt sind. Diverse Formen von Grundschnitt- Konstruktionen für Kleider und Blusen findet Ihr in dem Buch DOB Schnittkonstruktionen für Kleider und BlusenIn dem folgenden Beitrag zeigen wir ausschnittweise den Aufbau eines Kleidergrundschnittes, die Konstruktion des Schnittmusters für ein Basis-Kleid. Mit dieser Anleitung könnt Ihr also einen Maßschnitt für ein Kleid erstellen oder mithilfe der Größentabellen einen Konfektionsschnitt. Eine Anleitung zum Vermessen des Körpers für eine Kleid nach Maß findet Ihr in dem Beitrag Richtig Maßnehmen.  Später können aus diesem Schnittmuster die verschiedensten Kleiderformen konstruiert werden.

Aufbau Kleidergrundschnitt

Für den ersten Kleidergrundschnitt, der in mehreren Teilen gezeigt wird, verwenden wir einen Maßsatz mit gemessenen Hauptmaßen, die Hilfsmaße sind teils gemessen und teils berechnet. Die Berechnungsformeln sind auf Seite 17 des Buches “DOB Schnittkonstruktion Kleider & Blusen” zu finden. Einen Maßsatz mit gemessenen Maßen erkennt man an der Brusttiefe I und an der Vorderlänge I, die beiden nur durch Messen zu erhalten sind. Die Reihenfolge, die Aufteilung der Maße, ihre Kontrolle sowie das Dazurechnen der Zugaben sollten auch in der Praxis immer genau eingehalten werden, weil eine immer gleichbleibende Ordnung die Schnittkonstruktion wesentlich erleichtert.

Schnittkonstruktionen für Kleider und Blusen

Grund- und Modellschnitte, System Müller & Sohn, für Kleider und Blusen. Durch Variationen sind trendgemäße Veränderungen möglich. 27. Auflage

126,80 €
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Schnittkonstruktion

Jede Konstruktion eines Grundschnittes für ein Kleidungsstück beginnt mit einer langen senkrechten Grundlinie, an der alle am Körper vom Halswirbelpunkt aus gemessenen beziehungsweise berechneten Längenmaßen abwärts gemessen werden. Deshalb bezeichnen wir auch den Beginn der Linie mit W (Wirbelpunkt) und später mit der Zahl 1.

Wir legen bei Punkt W (bzw. bei Punkt 1) das Maßband an und messen von 1-2 die Rückenhöhe einschließlich der Zugabe mit 21 cm, 1-3 die Rückenlänge mit 41 cm, 1-4 die Hüfttiefe mit 60,7 cm, 1-5 die beim Maßsatz festgelegte Kleiderlänge. Das Maßband bleibt so lange bei Punkt 1 liegen, bis alle hinteren Längenmaße angemerkt sind. Von allen Punkten werden Winkellinien nach links gezeichnet.

 

Die Abbildung zeigt die Schnittkonstruktion eines Kleidergrundschnittes.

 

Für die Einstellung der hinteren Mitte messen wir auf die Taillen- und auf die Hüftlinie von 3-6 und von 4-7 je 2 cm und zeichnen die hintere Mitte von 6 über 7 nach 8, wo sie selbstverständlich auch 2 cm links neben 5 liegt. Eine Verbindungslinie von 6 nach 1 bildet die hintere Mitte des Oberteils, wobei sich auf der Brustlinie Punkt 9 ergibt. In der Regel sind für die hintere Mitte an der Taillen- und an der Hüftlinie (bei einer Stoffbruchlinie nur an der Hüftlinie) 2 cm einzustellen, was sich aber bei Problemfiguren ändern kann.

Allgemeine Erläuterungen zu den Zeichnungen

Die zur Schnittbeschreibung nötigen Punkte sind mit großen Zahlen versehen und die Messungen durch entsprechende Angaben in cm wiedergegeben. Hilfslinien sind dünn oder gestrichelt und Nahtlagen dick eingezeichnet. Doppelt gestrichelt und Nahtlagen dick eingezeichnet.

 

Verschiedene Kleiderformen auf dem Laufsteg
Inspiration Runway: Kleider von Creatures of the Wind und Zimmermann (Bild: Catwalkpix.de)

 

 

9-10 entspricht der Rückenbreite einschließlich der Zugaben 17,5 cm. Damit beim fertigen Grundschnitt Vorder- und Rückenteil an der späteren Seitennaht ohne Schwierigkeiten getrennt werden können, besteht die Möglichkeit, zwischen diesen beiden Teilen einen Abstand zu lassen. Wir teilen deshalb den Armlochdurchmesser auf, der hier einschließlich der Zugabe 11,5 cm entspricht. 2/3 davon sind für das Rückenteil gedacht, 1/3 für das Vorderteil. Wir messen also von 10-11 2/3 des Armlochdurchmessers (2/3 von 11,5 cm)= 7,7 cm. 11-11a ist der schon erwähnte Zwischenraum, der beliebig groß sein kann und nichts  mit den eigentlichen Messungen auf der Brustlinie zu tun hat. Im Durchschnitt misst man für diesen Zwischenraum 6-10 cm nach links. 11a-12 stellt den vorderen Teil des Armlochmessers dar (hier 3,8 cm).

Der ganze Armlochdurchmesser wurde durch den Zwischenraum in zwei ungleiche Teile geteilt, damit die Seitennaht nicht zu weit hinten liegt. 12-13 ist die Brustbreite, die mit der Zugabe 20,5 cm beträgt. Bevor die Schnittkonstruktion nun fortgesetzt wird, muss eine wichtige Kontrolle durchgeführt werden: Zwischen den Punkten 13-11a und 11-9 muss der halbe Brustumfang einschließlich der Zugaben (hier 49,5 cm) im Schnitt enthalten sein. Der Zwischenraum ist selbstverständlich bei dieser Kontrolle zu überspringen. Erst wenn diese Kontrolle stimmt, messen wir von 13-14 1/10 Brustumfang + 0,5 cm für die spätere Abnäherlinie nach rechts. Nun können alle senkrechten Linien im rechten Winkel der Vorlage entsprechend gezeichnet werden. Die Abnäherlinie sowie die vordere Mitte sind nach oben etwas länger zu zeichnen (wie hier angegeben).

Schnitt-Technik Abendkleider

In diesem E-Dossier finden Sie Anleitung zur Schnittkonstruktion von vier verschiedenen Abendkleidern in unterschiedlichen Längen.

15,80 €
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