Produkt: DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1
DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1
DOB Schnittkonstruktionen Modell & Schnitt Band 1

Schnittkonstruktion Kapuze

Models mit Kapuzenjacken auf dem Laufsteg
Inspiration Runway: Kapuzen bei Valentino, DKNY, und Ferretti. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

Die Kapuze ist omnipräsent und voll im Trend. Sie wird nicht nur aus praktischen Gründen, zum Schutz vor Wind und Wetter getragen, sondern auch aus modischen Erwägungen. Meist werden Kapuzen an Mänteln, Jacken oder Anoraks und natürlich an lässigen Hoodies getragen.

Die Geschichte der Kapuze

Kapuze (erstmals um 1500) ist eine Bezeichnung für ein den Kopf umhüllendes Kleidungsstück. Man findet sie im Altertum bei Persern, Parthern und Skythen. Seit der Bronzezeit (1800–720 v. Chr.) war die Kapuze an ein Überwurfgewand, den Kapuzenmantel, angeschnitten oder angesetzt. Auch an griechischen Phallusfiguren lässt sich ein Kapuzenumhang erkennen. In der frühen Eisenzeit diente eine Kapuze aus Fell Bergleuten als Schutz, kelt. Kukka genannt (eines der ältesten Zeugnisse einer Arbeitskleidung). Im 14. Jahrhundert war sie in Form einer Kragenkapuze, der Gugel, für Männer hochmodisch. Bis heute ist sie als Narrenkappe im Karnevalskostüm, aber auch in bäuerlichen Volkstrachten erhalten. In Deutschland waren Kapuzen am Mantelumhang weit weniger verbreitet. Kapuzenmäntel oder -umhänge erhielten sich in verschiedenen Formen als Reise- und Wettermantel, so im 18. Jahrhundert im Roquelaure und in der Kapuzenhaube der Frau, Mitte des 19. Jahrhunderts im modischen Burnus. [Entnommen: Reclams Mode- und Kostümlexikon, Ingrid Loschek].

Models mit Kapuzenjacken auf dem Laufsteg
Inspiration Runway: Kapuzen bei Anteprima, Van der Kemp und NicholasK. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

Schnittkonstruktion Kapuze

Kapuzenformen für Damenmode

Schnittkonstruktionen zu den hier gezeigten Kapuzen für Damenmode finden Sie in dem Buch Schnittkonstruktionen für Jacken und Mäntel

Für Modelle mit Kapuzen ist das Halsloch an der Schulter 1–2 cm, an der hinteren Mitte 0,5–1 cm und an der vorderen Mitte 1–2 cm oder noch mehr zu vergrößern. Mit der Messung 1–2  wird auf die Länge der vorderen Kapuzenkante Einfluß genommen. Eine kurze Kapuzenkante ist anzustreben, wenn die Kapuze im hochgeschlagenen Zustand den Kopf nahe umschließen soll (siehe Abbildung zu Zeichnung 130). Eine längere Kapuzenkante ist vonnöten, wenn die Kapuze sich vorne vom Kopf weglegen soll (Abbildung zu Kapuze in aufgelockerter Form).

Schnittkonstruktionen für Jacken und Mäntel

In diesem Fachbuch finden Sie Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die Konstruktion von Grund- und Modellschnitten der Damen-Oberbekleidung nach Maß.

116,80 €
AGB

Kapuze in knapp anliegender Form

anliegende Kapuze

Schnittkonstruktion einer Kapuze

  • 1-2 Halsspiegelbreite plus Betrag der vorderen Halslochvertiefung
  • 2-3 30-34 cm, je nach gewünschter Kopfhöhe bzw. Überfallänge Von allen Punkten Winkellinien nach links ziehen.
  • 3–4 26–28 cm 2–2a 1,5 cm 2a–5 Länge des Rückenhalsloches minus ca. 0,5 cm
  • 5–6 3–4 cm für einen Abnäher oder eine Falte
  • 5–7  2 cm
  • 6–8 2 cm
  • 8–9 Länge des Vorderteilhalsloches.
  • 9 mit  4 verbinden. Die untere Kapuzenkante zeichnen.
  • 10 Mitte von  3–4
  • 11 Mitte von  2–3 Die Kopfform der Kapuze und den Abnäher zeichnen.

Kapuze in aufgelockerter Form

Aufgelockerte Kapuze

Schnittkonstruktion einer Kapuze

1–2 Halsspiegelbreite plus vordere Halslochvertiefung plus 4–5 cm

2–3 30–36 cm, je nach gewünschter Kopfhöhe Konstruktion bis Punkt  8 gleich der Schnitt-Zeichnung zu Kapuze in aufgelockerter Form.

8–9 die vordere Kapuzenansatzlinie in der Länge und Form des Vorderteilhalsloches zeichnen. 9 mit  4 verbinden. Vordere Kapuzenkante, Kopfform und Abnäher zeichnen.

Kapuze mit seitlicher Naht

Kapuze mit seitlicher Naht

Kapuze mit Mittelstreifen

Kapuze mit Mittelstreifen

 

Kapuzenformen bei Herrenmode

Kapuzenformen für Herrenmode

Schnittkonstruktionen zu den hier gezeigten Kapuzen für Herrenmode finden Sie in dem Buch  HAKA Schnittkonstruktionen Jacken

HAKA Schnittkonstruktionen Jacken

Lehrbuch ist ein bewährtes Nachschlagewerke für Handwerk und Industrie.

98,00 €
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Abnäherlose Kapuze

Schnittkonstruktion einer Kapuze

  • Den Halsausschnitt in der v.M. 2 cm, an der Schulter 1 cm und in der h.M. 0,5 cm erweitern.
  • Den Übertritt parallel zur v.M. mit 2 cm Breite einzeichnen.
  • Von einer waagerechten Grundlinie den Betrag des Halsspiegels + 1,5 cm und die Kapuzenhöhe mit 35 cm senkrecht nach oben abtragen.
  • In Kapuzenhöhe eine Winkellinie nach links ziehen und die Kapuzentiefe mit 31 cm (Kapuzenhöhe ./. 4) abtragen.
  • Die h.M. am Halsspiegelpunkt um 0,5 cm einstellen.
  • Für den Halsansatz der Kapuze, vom eingestellten Punkt der h.M. den Betrag des erweiterten Halsloches im Bogen auf die Grundlinie zeichnen.
  • Den Betrag des hinteren erweiterten Halsloches ab eingestelltem Punkt (für das Schulterzeichen) auf dieser Linie abtragen.
  • Eine Hilfslinie vom vorderen Punkt des Halsansatzes bis zur Kapuzentiefe ziehen.
  • Auf dieser Linie 1,5 cm nach unten messen.
  • Auf der Hilfslinie von unten 9 cm nach oben messen und 4 cm nach links winkeln.
  • Für die v.M. diesen Punkt zum Halsansatz verbinden und eine Parallele mit 2 cm Abstand (wie Übertritt in VT) einzeichnen.
  • Die vordere Kapuzenkante vom 1,5 cm tiefergestellten Punkt bis zum Übertritt lt. Vorlage auszeichnen.
  • Aus dem Winkel Kapuzenhöhe/Kapuzentiefe eine Hilfslinie zeichnen und hier für die Kapuzenrundung 5 bis 6 cm abtragen.
  • Die Mittelnaht vom 1,5 cm tiefergestellten Punkt zum 0,5 cm eingestellten Punkt an der h.M. verbinden.
Schnittmuster Hoodies

Der Schnittmusterbogen enthält zwei Hoodies für Männer in den Größen 46-56.

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Weitere Anleitungen zur Schnittkonstruktion und fertige Schnittmuster für Jacken mit Kapuze, Hoodies oder Kapuzen-Capes finden Sie in unserem Online-Shop. 

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