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Revers für Zweireiher konstruieren

Zweireiher Anzugjacken mit verschiedenen Revers
Inspiration Runway: Zweireiher Sakkos von Canali, Dior und Dolce & Gabbana. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

Das Herren-Sakko gibt es in den zwei Formen Einreiher und Zweireiher. Das Herrensakko wird als Zweireiher bezeichnet, wenn es über zwei nebeneinander liegende Knopfreihen verfügt. Es gibt das Zweireiher Sakko mit ein bis hin zu acht Knopfpaaren, oft sind ein bis zwei Knöpfe aber nur Dekoration.

Die zweireihige Anzugjacke verleiht jedem Outfit eine elegante Note. Lange galt es als altmodisch und konservativ. Jetzt kehrt es in den unterschiedlichsten Variationen und Reversformen auf die Laufstege zurück.

Wie wird der Zweireiher Anzug getragen?

  • Der Zweireiher wird immer geschlossen getragen.
  • Die zweireihige Anzugjacke hat im Rücken meist zwei Schlitze, was zum Sitzen angenehmer ist.
  • Meist wird der Zweireiher mit Krawatte getragen, immer häufiger sieht man ihn aber auch leger gestylt.

 

 

 

Die Basis für alle Reversvarianten: Sakkogrundschnitt Größe 50 aus HR 10/2013, Seite 15 oder aus unserem Fachbuch HAKA Schnittaufstellung Grundwissen. Diesen Beitrag finden Sie in der Herren-Rundschau 3.2016.

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Schnittkonstruktion eines Revers für den Zweireiher

 

Sakko mit verdecktem Knopfpaar und Schalkragen

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit Schalkragen.

Modellschnitt und Kragenkonstruktion

Die Abbildung zeigt die Schnittkonstruktion eines Schalkragens.

Den Saum gerade ab der Seitennaht im Winkel zur vorderen Mitte neu einzeichnen. Diese Änderung ist notwendig, damit der breite Untertritt des Zweireihers unten nicht sichtbar ist. Damit der Brustabnäher und somit der Fadenlauf parallel zur Kante läuft, wird dieser über den Taillenpunkt gedreht und neu eingezeichnet, so dass er im rechten Winkel auf die gerade Saumlinie trifft. Die neue Abnähermitte ist der neue Fadenlauf. Taschenlage je nach verwendetem Stoff eventuell auch gerade ausrichten. Lage des Schließknopfpaares 1,5 cm oberhalb der Taillenlinie angeben.

Übertritt mit einer Breite von 7 cm parallel zum unteren Bereich der vorderen Mitte anstellen und das Knopfloch im Abstand zur Kante von 1,3 cm einzeichnen. Kante wie in der Vorlage nach unten schmäler werdend konstruieren. Die Knopfposition in Höhe des Knopfloches über die VM nach hinten spiegeln. Das Knopfloch wird verdeckt ins Beleg eingearbeitet und es wird nur ein Gegenknopf innen angenäht.

 

Die Abbildung zeigt die Schnittkonstruktion eines Schalkragens.

Schulternaht im Verlauf 2 cm nach linksverlängern, Beginn des Reversbruches schräg von der Kante weiter laufend festlegen und das Revers nach Vorlage einzeichnen. Zur Konstruktion des Filzunterkragens zunächst das Halsloch im Rückenteil ausmessen. Reversbruch nach oben verlängern und den gemessenen Betrag ./. 1 cm von Halsspitze auf den Bruch messen und von diesem Punkt nach rechts winkeln.

Auf der Winkellinie 1,3 cm für die Kragenrundung (etwas reduzierter Betrag wegen langem Revers) und anschließend 2,5 cm für die Stegbreite nach rechts abtragen. Kragenansatz ins Halsloch führen und Winkellinie der hinteren Mitte zur Ansatznaht einzeichnen. Kragenbruch und -form nach Vorlage auszeichnen. Ansatzlänge kontrollieren, sie sollte ca. 1 cm kürzer als die Länge des Halsloches sein, da der Kragen durch die Dressur länger wird. Paspel- und Leistentasche nach Vorlage konstruieren.

 

 

 

Sakko mit vier Knopfpaaren, breitem Revers und Umlegekragen

 

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit Umlegekragen.

 

Modellschnitt und Kragenkonstruktion

Die Abbildung zeigt die Schnittkonstruktion eines Umlegekragens.

Den Saum gerade ab der Seitennaht im Winkel zur vorderen Mitte neu einzeichnen. Diese Änderung ist notwendig, damit der breite Untertritt des Zweireihers unten nicht sichtbar ist. Damit der Brustabnäher und somit der Fadenlauf parallel zur Kante läuft, wird dieser über den Taillenpunkt gedreht und neu eingezeichnet, so dass er im rechten Winkel auf die gerade Saumlinie trifft. Die neue Abnähermitte ist der neue Fadenlauf. Taschenlage je nach verwendetem Stoff eventuell auch gerade ausrichten.

Lage des Schließknopfpaares 1 cm unterhalb der Taillenlinie und von hier ausgehend Lage des weiteren Knopfpaares im Abstand von 9 cm nach unten und oben angeben. Übertritt mit einer Breite von 6,5 cm parallel zur vorderen Mitte anstellen und die Knopflöcher im Abstand von 1,3 cm einzeichnen. Kantenverlauf über dem Knick in Taillenhöhe ausgleichen. Saumabstich abrunden.

 

Die Abbildung zeigt die Schnittkonstruktion eines Umlegekragens.

Knopfposition in Höhe der Knopflöcher über die VM nach hinten spiegeln. Schulternaht im Verlauf 2 cm nach links verlängern, Beginn des Reversbruches festlegen und die Bruchlinie einzeichnen. Halsloch an der VM 1cm vertiefen und neu auszeichnen. Für das Revers die Kante über das oberste Knopfloch verlängern und zum vertieften Halsloch abwinkeln. Kragenansatz 1 cm hinter der vorderen Mitte angeben. Revers mit Kragenansatz über den Bruch nach rechts spiegeln. Zur Konstruktion des Filzunterkragens zunächst das Halsloch im Rückenteil ausmessen.

Den Reversbruch nach oben verlängern und den gemessenen Betrag ./. 1 cm von Halsspitze auf den Bruch messen und von diesem Punkt nach rechts winkeln. Auf der Winkellinie 1,5 cm für die Kragenrundung und anschließend 2,5 cm für die Stegbreite nach rechts abtragen. Kragenansatz ins Halsloch führen und Winkellinie der hinteren Mitte zur Ansatznaht einzeichnen. Kragenbruch und -form nach Vorlage auszeichnen. Kragenlasche wie dargestellt konstruieren. Ansatzlänge kontrollieren, sie sollte ca. 1 cm kürzer als die Länge des Halsloches sein, da der Kragen durch die Dressur länger wird. Paspel- und Leistentasche nach Vorlage konstruieren.

 

 

Sakko mit drei Knopfpaaren und breitem Revers

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Zweireiher mit breitem Reverskragen.

 

 

 

Sakko mit drei Knopfpaaren und schmalem Schalkragen

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit schmalem Schalkragen.

 

 

Schnitt-Technik Sakkos

In diesem E-Dossier finden Sie Anleitung zur Schnittkonstruktion von fünf verschiedenen Herren-Sakkos.

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Sakko mit drei Knopfpaaren und gebrochenem Revers

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit gebrochenem Revers.

 

 

 

Sakko mit drei Knopfpaaren und geteiltem Revers

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit gebrochenem Revers.Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit geteiltem Reverskragen.

 

 

 

Sakko mit zwei Knopfpaaren und breitem Lanzenrevers

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit Lanzenrevers.

 

 

 

 

Sakko mit einem Knopfpaar und tief angesetztem Spitzrevers

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit Spitzrevers.

 

 

 

Sakko mit einem Knopfpaar und geteiltem Schalkragen

Die Abbildungt zeigt eine technische Zeichnung, die als Vorlage für die Schnittkonstruktion dient. Hier zu sehen ein Sakko mit geteiltem Schalkragen.

 

Schnittmuster Sakkogrundschnitt zweireihig

Der Schnittmusterbogen enthält einen Grundschnitt für eine zweireihiges Herren-Sakko in den Größen 46-56.

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