Produkt: Schnittmuster Oversized Egg-Shape Mantel & Jacke
Schnittmuster Oversized Egg-Shape Mantel & Jacke
In den Größen 36, 40, 44, 48, 52, 56

Schnittkonstruktion eines Kimonos

Kimono von Valentino und Pucci
Der Kimono wird von internationalen Designern immer wieder neu interpretiert. Im Bild zwei besonders schöne Modelle von Valentino und Pucci. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

1 Vorder- und Rückenteil:

Schnittkonstruktion eines Kimonos

 

An einer senkrechten Grundlinie die Länge nach unten messen und abwinkeln. Vom Ausgang 1/8 Halsansatz­ umfang (Hsu) nach unten messen und nach links abwinken. Halsspiegel mit 1/4 Halsansatzumfang + 2 cm nach links messen und nach oben zur Ausgangshöhe abwinkeln. Rt­-Halsloch einzeichnen, wie in der Zeichnung ersichtlich. Die Schulterweite mit 1/4 Hüftumfang + 4 cm bis 8 cm vom Wirbelpunkt nach links messen. Die Zugabe je nach Körper­maß wählen. Die Schulterweite plus Nahtzugaben sollte die Stoffballenbreite nicht überschreiten. Für sehr starke oder große Figuren empfiehlt sich eine Sonderanfertigung mit brei­teren Stoffbahnen.

Die Schulternaht auf 1/2 Spannweite ver­längern. Die Spannweite kann von Handgelenk zu Hand­gelenk gemessen oder errechnet werden. Im westlichen Bereich trägt man die Ärmel etwas oberhalb des Hand­gelenkes. Die Ärmelweite plus Nahtzugaben sollte die Stoff­ballenbreite nicht überschreiten. Von der Schulterweite und der Ärmelweite nach unten abwinkeln. Ärmellänge wie gewünscht festlegen. Handweite markieren. Armlochhöhe mit 112 cm Vorderlänge festlegen.

Die Falte unterhalb der Vorderlänge deutet den Betrag an, der beim Umlegen und Binden des Kimonos von der Länge nach oben als Falte abgelegt und gebunden wird. Die Ausschnitttiefe an der vorderen Mitte mit 14 – 16 cm festlegen und den Kragen nach Vorlage ein­ zeichnen. Die fertige Kragenbreite variiert von 5 cm bis 9 cm. Vorderteilnaht und Übertritt einzeichnen, wie in der Zeich­nung ersichtlich. Halsloch im Rückenteil ausmessen und den Kragenstreifen entsprechend verlängern.

 

2 Schnittfertige Teile

Schnittfertige Teile Kimono

Alle Schnittteile auskopieren. Ärmel spiegeln. Halsloch im Rückenteil ausmessen und Kragen entsprechend ver­längern. Kragen spiegeln. Alle Nahtverläufe ausgleichen. Fadenlauf angeben.

 

Schnittkonstruktion eines Obi, dem Gürtel des Kimonos

Die Länge:

Die Länge des Kimonos entspricht mindestens der Körpergröße der Trägerin. Bei sehr großen oder stark gebauten Figuren kann die Länge sogar mit etwas Zugabe zur Körperhöhe festgelegt werden. Der Kimono wird so angelegt, dass der Saum knapp über den Füßen hängt. Dann wird der Kimono mit einem weichen Band an der Hüfte gebunden. Die überhängende Länge wird in eine Falte gelegt und mit der Stoffschärpe, dem Obi, fixiert.

Ärmellänge:

Die Ärmellänge eines Kimonos wird vom jeweiligen Familienstand der Trägerin und vom zeremoniellen Anlass bestimmt. Verheiratete Frauen tragen ihren Kimono mit kürzeren Ärmeln mit ca. 40 bis 50 cm Länge (Tomesode). Furisode Kimono (Furi=schwingend, Sode=Ärmel) ist ein Kimono mit langen, schwingenden Ärmeln für junge, unverheiratete Frauen. Die Ärmellänge der Furisode variiert von 75cmbis 105 cm.

Variationen der Ärmellänge bei Furisode Kimonos:

Ko-Furisode:

Furisode mit kürzeren Ärmeln (75 cm)

Chu-Furisode:

Furisode mit halblangen Ärmeln (90 cm)

Oh-Furisode:

Furisode mit langen Ärmeln (105 cm) Um das Verhältnis der Ärmellänge zur Körperhöhe auf westliche Größen zu übertragen kann die Ärmellänge mit Hilfe der folgenden Formeln errechnet werden:

Tomesode = Kh/3 + (-2 cm bis +5 cm)

Furisode Kh/20 cm bis 50 cm

 Außer in der Ärmellänge unterscheiden sich Kimonos durch die gewählten Farbe­ und Musterkombinationen und die jeweilige Stoffqualität.

Die Kurotomesode (kuro schwarz) ist der formellste Kimono für verheiratete Frauen. Er ist tiefschwarz und wird mit weißem Obi getragenDer Irotomesode (iro =Farbe) ist einfarbig mit Muster nur unterhalb des Obi. Der Komon (kleines Muster) ist ein Alltagskimono mit feine msich wieder­ holendem MusterEr ist für verheiratete und ledige Frauen geeignet.

 

3 Der Obi

Bindeanleitung eines Kimono-Gürtels

Gebunden wird der Kimono mit einer Schärpe aus Stoff, dem Obi. Der Fukuro Obi ist der Standardobi, 27 cm breit und 4 m lang. Für formelle Anlässe benutzt man den Maru Obi mit 65 cm Breite und 4 m Länge. Es gibtvieleverschiedene Arten den Obi zu binden. Der Taiko Knoten ist der traditionelle Obi­ Knoten. Er wird mit einem zylinderförmigen Obikissen getragen, das mit einem Obi-Schal, der Obiage fixiert wird. Der Obi wird mit einer Obikordel, der Obijime gehalten. Ein weiterer Knoten ist der Fukura Suzume, der mehr wie eine Schleife gebunden wird. Welcher Obi-Knoten zu welchem Kimono passt, hängt von Familienstand undAlter der Trägerin ab. Die traditionellen Obikissen werden mehr von verheirateten Frauen getragen. Der Schleifenobi dagegen kommt häufiger bei Kimonos unverheirateter Frauen zum Einsatz. Jedoch sind die traditionellen Grenzen nicht mehr so streng und häufig werden die Obi-Knoten nach Belieben gebunden.

Produkt: Schnittmuster Vintage Kleid 70er Jahre
Schnittmuster Vintage Kleid 70er Jahre
Der Schnittmusterbogen enthält ein Kleid im Stil der 70er Jahre in den Größen 36 -46.

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