Produkt: Rundschau für Internationale Damenmode 7-8/2016
Rundschau für Internationale Damenmode 7-8/2016
Rundschau für Internationale Damenmode 7-8/2016

Der japanische Kimono

Kimono von Jotaro Saito und Blumarine
Modern interpretiert ist das traditionelle Kleidungsstück eine schöne Alternative zum Mantel oder Kleid. Auf den internationalen Laufstegen können wir den japanischen Überwurf in den unterschiedlichsten kreativen Abwandlungen bestaunen. Modell links von Jotaro Saito, rechts von Blumarine. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

Der japanische Begriff „Kimono“ heißt wörtlich übersetzt „Anzieh-Sache“. Unter dem Begriff Kimono versteht man traditionell die komplette Bekleidung inklusive Unterbekleidung, Socken und Schuhe. Im Westlichen bezeichnet man als Kimono jedoch das traditionelle japanische Gewand mit weiten Ärmeln und ohne Verschlüsse. Der Kimono wird knöchellang getragen und links über rechts geschlossen. Beim Anlegen wird darauf geachtet, dass der Kragen einige Zentimeter vom Hals absteht. Die Breite und Länge der japanischen Stoffballen ist maßgebend für die Schnittgestaltung und Größe des Kimonos. Die gewebten Stoffstreifen sind jeweils zwischen 36,5 cm und 39 cm breit und ca. 12 m lang. Ein Stoffballen ist genau ausreichend für einen Alltags-Kimono. Es wird so wenig wie möglich zugeschnitten, damit die Webkanten erhalten bleiben und die Nahtzugaben nicht versäubert werden müssen. Je nach Körpergröße und Hüftumfang werden die Stoffstreifen mit mehr oder weniger Nahtzugabe abgenäht, um so die Größenanpassung vorzunehmen. Welche Stoffqualitäten verwendet werden, hängt vom jeweiligen Anlass und Kimonotyp ab. Für festliche Anlässe wird der Kimono natürlich aus Seide gefertigt. Es gibt verschiedene Qualitäten wie z.B. Tsumugi (aus gefärbten Seidensträngen gewebte Rohseide), Rinzu (einfarbig gewebter, bedruckter oder bemalter Seidendamast), Habutae (schwarzer, sehr fester Seidenstoff für formelle Anlässe), Sha (Seide in loser Webtechnik). Für den Alltag werden im Herbst und Winter Wollkimonos getragen. In der wärmeren Jahreszeit verwendet man Baumwoll- und Leinenkimonos. Auch Kunstseide und andere Synthetiks kommen für informelle Anlässe immer mehr zum Einsatz, da sie pflegeleicht und kostengünstig sind.

Wie man einen traditionell japanischen Kimono mit Obi, dem passenden Bindegürtel konstruiert erfahren Sie hier!

Kimono Jotaro Saito und Yumi Katsura
Zwischen Tradition und Moderne: Kimono-Modelle von den japanischen Designern Jotaro Saito (links) und Yumi Katsura. (Bild: © CATWALKPIX.COM)

Wie ein Schnitt für einen original japanischen Kimono konstruiert wird finden Sie hier:

Schnittkonstruktion eines Kimonos

 

 

Produkt: Schnittmuster Trachten: Dirndl
Schnittmuster Trachten: Dirndl
Dirndl-Schnittmusterbogen nach M. Müller & Sohn

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