Produkt: Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1

Anleitung von 8 Handstichen

 

Anleitung zum Handsticken

Bestechende Kleinkunst – Eine Anleitung für verscheidene dekorative Stiche, die schnell und einfach mit der Hand zu nähen sind findet Ihr in dem folgenden Beitrag. Genäht werden diese Stiche mit einfachem Nähgarn oder Stickgarn. Auch die Nadel sollte unbedingt zum Stoff und Garn passen. Hierbei gilt: Je feiner der Stoff, desto dünner das Garn und die Nadel. Der Anfang der Sticknaht wird mit einem Knoten gesichert: Das Ende der Naht wird mit einem Rückstich vernäht. Weitere Nähanleitungen für verschiedene Stickstiche findet Ihr in dem Beitrag 6 verschiedene Stickstiche.

Dieser Beitrag ist ein Ausschnitt aus dem Fachbuch Atelier – Fachwissen aus der Praxis Teil 1.

Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
98,00 €
AGB

Inhalt

Kettenstich

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt den Kettenstich von der Vorder- und Rückseite.

Der Kettenstich ist eine fortlaufende Reihe von Garnschlingen, die eine Kette bilden. Gut geeignet für gerade, eckige, runde und geschwungene Formen. Man arbeitet von rechts nach links. Das Stickgarn befestigen und zur Oberseite ausstechen. Bei jedem Stich mit dem Garn eine Schlinge legen, dann die Nadel unmittelbar hinter dem letzten Ausstich einstechen, auf der Unterseite eine Stichlänge nach vorne führen und ausstechen.

Die Garnschlinge muss unter der Nadelspitze liegen. Danach das Garn nach links durchziehen, um die Schlinge zu bilden. Um eine gleichmäßige Stichkette zu bekommen, ist ein genauer Abstand einzuhalten. Die Schlingen müssen locker bleiben. Der Kettenstich, beliebt bei Traditionskleidung, kann auch maschinell hergestellt werden.

 

 

Federstich

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt den Federstich von der Vorder- und Rückseite.

Eine attraktive Ausstattung, vorrangig an Blusen und Trachtenhemden, ermöglicht der Federstich, auch Gräten- oder Bäumchenstich. Wird er auf leinenbindigem, fadengeradem Gewebe gearbeitet, sind durch das Auszählen der Fadenkreuze gleichmäßige Abstände einfach. Geübte Stickerinnen können auch nach einer vorgegebenen Linie arbeiten. Zwischen den jeweiligen Einstichstellen in der Mitte ist ein gleichbleibender, geringer Abstand erforderlich.

Jeder Stich wird abwechselnd von rechts und links zur Mitte geführt. Das Garn wird an der Ausstichstelle unter die Nadel genommen und nachgezogen. Auf gleicher Höhe zum Ausstich wird gegenüber die Nadel wieder zum Schrägstich eingestochen, zur mittleren Linie geführt und der Arbeitsgang wiederholt. Auf der Rückseite bilden sich gleichmäßige Schrägstiche.

 

 

Blättchenstich

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt den Blättchenstich von der Vorder- und Rückseite.

Der Blättchenstich wird fortlaufend gearbeitet und verlangt Genauigkeit. Wird er auf leinenbindigem Gewebe angewendet, kann man die Abstände gut auszählen. Man beginnt oben links mit dem Ausstich, geht zum Einstich an der Mittellinie, sticht schräg nach oben und legt das Garn am Einstich unter die Nadel. Man führt es anschließend zur Nadelspitze und sticht, das Garn festhaltend, in die Ausstichstelle ein und an der Einstichstelle wieder aus.

Danach geht man mit dem Garn nach unten zum nächsten Stich. Den Mittelabstand beachtend, beginnt man mit einem Schrägstich nach oben auf der gegenüberliegenden Seite das nächste Blättchen. Alle weiteren Stiche sind Wiederholungen. Ist der Stich richtig gearbeitet, zeigen sich auf der linken Stoffseite doppelte Schrägstiche. Wie bei allen Stickarbeiten soll auf Knoten verzichtet werden. Man lässt die Fadenenden hängen und vernäht sie hinterher in der Stickarbeit.

 

Gerstenkornstickerei

Der Name deutet bereits auf das Gewebe hin. Das Gerstenkorngewebe, Baumwolle, etwa 1,60 m breit, ist vorwiegend bei Tischwäsche bekannt. Erhältlich im Handarbeitsgeschäft, wird es in verschiedenen Farben angeboten. Die Gewebestruktur, jeweils zwei hohl liegende Gewebefadenbündel waagerecht und senkrecht in jeder zweiten Reihe versetzt, gibt die Möglichkeit schöne Muster einfach und schnell zu gestalten.

Im Vergleich zu anderen Sticktechniken ist man auch hier an das Gewebe gebunden. Das Stickgarn jedoch bleibt nur auf der Oberseite und wird durch die Gerstenkorndoppelfäden gezogen. Auf der Unter bzw. linken Stoffseite sind die Stiche nicht zu sehen. Stickmuster-Vorlagen sind im Handarbeitsgeschäft erhältlich.

Nicht alle eignen sich für Bekleidung, man könnte mit Schmuck oder Ähnlichem hängen bleiben. Dort wo lange Fadenreihen eingezogen werden, sollten sie der Tischwäsche vorbehalten bleiben. Bei Farbkombinationen kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Gestickt wird mit Perlgarn. Bei dunklen Farben kann auch Wolle Verwendung finden (Pflege). Es ist wichtig, das Stickgarn in großer Länge zu wählen, um ein häufiges Vernähen zu vermeiden. Vernäht wird auf der linken Seite.

 

 

Überwendlichstich

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt den Überwendlingsstich von der Vorder- und Rückseite.

Schnell zu sticken ist der Überwendlingsstich. Man zieht das Garn von rechts nach links, versetzt über 2 Reihen, durch die waagerecht liegenden Gerstenkorndoppelfäden. Es wird immer von oben nach unten eingestochen. Dadurch erhält man einen Kordeleffekt. Sind gegenüberliegende Reihen gewünscht, kann man auch entgegengesetzt sticken.

 

 

Borte mit überkreuzten Stichen

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt den Borte mit überkreuzten Stichen von der Vorder- und Rückseite.

Man beginnt rechts, sticht von der linken Stoffseite kommend unter einem senkrechten Doppelfaden nach oben, führt die Nadel zum unmittelbar darüber liegenden Fadenbündel und zieht das Garn von rechts nach links durch. Zurück auf die erste Reihe überkreuzt sich das Stickgarn und wird unter dem Doppelfaden des ersten Stiches wieder von rechts durchgeführt. Auf gleicher Höhe geht es weiter zum nächsten Doppelfaden des Gewebes und der Stich wiederholt sich.

Die gleiche Stichfolge eine Reihe tiefer, versetzt und farblich kontrastierend ineinandergreifend, belebt das Muster. Wird eine zweite Reihe dieser Stichfolge genau gegenüber auf den Kopf gestellt, ergibt sich eine neue Variante. Dazwischen einen Garnfaden gerade durchgezogen ergänzt das Muster.

 

 

Vernähen

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt das Vernähen.

 

 

Wabenmuster

Das Foto zeigt Stoff, Nadel und Faden. Die Abbildung zeigt das Wabenmuster.

 

 

 

 

 

Produkt: Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Das könnte Sie auch interessieren