Produkt: Schnittmuster T-Shirt und Top
Schnittmuster T-Shirt und Top
in den Größen 46 bis 56

Jersey richtig nähen

Nähmaschine näht Jersey

Materialbeschädigung und Fehlstiche beim Nähen von Jersey und anderen elastischen Stoffen

Die Modebranche unterliegt einem ständigen Wandel. Es gibt immer wieder neue Stoffe, und jeder Stoff verhält sich anders. Maschenware wie Single-Jersey, Double-Jersey, Stretch und andere elastische Stoffe mit Elastomerfäden sind besonders sensibel. Die beim Nähen am häufigsten auftretenden Nähprobleme sind Materialbeschädigungen mit zerstochenen Maschenfäden und Fehlstiche mit unregelmäßiger Naht. Häufig liegt die Ursache für die Nähprobleme darin, dass die falsche Nadel in der Nähmaschine eingesetzt wurde. Im folgenden Beitrag findet Ihr hilfreiche Tipps wie Jersey und Co. richtig genäht wird.

Welche Nadeldicke zum Nähen von Jersey optimal ist, hängt auch von dem eingesetzten Nähgarn ab. Das Gelingen der perfekten Naht ist immer von dem Zusammenwirken der Nähmaschinennadel, des Nähgarns, der Nähmaschine und natürlich dem Geschick der nähenden Person abhängig. Doch letzten Endes entscheidet das Material darüber, mit welcher Nadeldicke ein beschädigungsfreies Einstechen erzielt wird. Grundsätzlich gilt: je feiner die Maschenstruktur des Stoffes ist, desto feiner sollte auch die Nadel  sein. Anders gesagt: Je kleiner der Durchmesser der Nähnadel ist, desto weniger stark werden die Maschenfäden beim Nähen verdrängt oder aufgeweitet. Hat man die kleinstmögliche Nadeldicke gewählt, sind bei ausreichender Elastizität der Maschenfäden keine Beschädigungen zu erwarten. Wird die Elastizitätsgrenze der Fäden durch eine zu dicke Nadel überschritten und die Reibung an den Bindungspunkten der Maschen zu groß, kommt es beim Nähen zu Beschädigungen des Stoffs; die Materialfäden werden „gesprengt“.

Welche Nadel für Jersey Stoff?

Für die Verarbeitung von Jersey und jeder Art dehnbarer Materialien sind Nadeln mit abgerundeter Spitze, sogenannten Kugelspitzen, zu empfehlen. Aufgrund ihrer abgerundeten Spitze verdrängen die Jersey-Nadeln die Fäden im Stoff besonders gut. Welche Kugelspitze im Einzelfall einzusetzen ist, hängt hauptsächlich von den Eigenschaften des zu vernähenden Materials ab. Feine Maschenware, aus der z.B. Blusen oder Dessous gefertigt wird, sollte in der Regel mit relativ dünnen Nadeln (NM 60 bis NM 70) verarbeitet werden. Als Spitzenform ist vor allen anderen die SES-Spitze (kleine Kugelspitze) zu empfehlen. Das Einsatzgebiet von mittlerer bis grober Maschenware ist groß und reicht von Sportbekleidung bis hin zu Miederwaren. Bei diesen Materialstärken liegt die empfohlene Nadeldicke zwischen NM 75 und NM 90, je nachdem, wie viele Materiallagen und/oder Einlagen verarbeitet werden. Die Nadeln sollten eine SUK-Spitze (mittlere Kugelspitze) haben, die noch etwas stärker abgerundet ist als die kleine Kugelspitze SES.

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Besondere Anforderungen an die Nadel stellen sehr grobe Maschenwaren und elastische Materialien mit umsponnenen Elastomerfäden, aus denen zum Beispiel Sportbekleidung hergestellt wird. Hier sollte man auf die SKF-Spitze, die große Kugelspitze zurückgreifen. Dank ihrer besonders stark abgerundeten Spitzenform gewährleistet diese Nadelspitze bei groben, weiten Maschen eine punktuelle Verdrängung, ohne die Materialfäden zu durchstechen. Ein Material, das aufgrund seiner guten Trageeigenschaften schon lange Verwendung findet, ist Lycra.. Bei feinerem Lycramaterial erzielt man die besten Ergebnisse mit der SKF-Spitze (große Kugelspitze) in sehr feiner Nadeldicke (NM 65 bis NM 70). Mittlere bis grobe Lycraware, z.B. für Unterwäsche und Bademoden, lässt sich demgegenüber am besten mit der SKL-Spitze (Spezial-Kugelspitze), ebenfalls in sehr feiner Nadeldicke, verarbeiten. Die besondere Formgebung dieser Spitze stellt die optimale Verdrängung des Materials sicher; die Nadel sticht in die Materialzwischenräume ein und an den Elastomerfäden vorbei, ohne diese zu beschädigen.

  • Feine Maschenware ( z.B. für feine Shirts oder Dessous) = dünne Nadeln  zwischen NM 60 bis NM 70 mit  SES-Spitze
  • Mittlerer bis grobe Maschenware (z.B. für Sweatshirtstoffe) = Nadeldicke zwischen NM 75 und NM 90 mit SUK-Spitze
  • Sehr grobe Maschenwaren (z.B. für Strickstoffe) = Nadeldicke zwischen NM 75 und NM 90 mit SKF-Spitze
  • Feineres Lycramaterial = sehr feiner Nadeldicke zwischen NM 65 bis NM 70 mit SKL-Spitze
Schnittmuster Hoodies

Schnittmuster enthält vier verschiedene Hoodies in den Größen 36 - 46.

22,00 €
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Produkt: Rundschau für Internationale Herrenmode 9-10.2019
Rundschau für Internationale Herrenmode 9-10.2019
Fachzeitschrift für internationale Herrenmode und Schnitt-Technik: Gradieren +++ Trends Herbst Winter 2020/21 +++ Ausbildung im Maßschneiderhandwerk

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