Produkt: Schnittmuster Trachtenmotive
Schnittmuster Trachtenmotive
Steppereien und Applikationen für Männer

Blüten-Applikationen nähen

 

(Bild: © CATWALKPIX.COM)

 

Ab und zu fehlt am schlichten Modell noch ein Tupfer. Blüten bieten sich hier an. Sie sind vielseitig und können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Auf bodenlangen Kleidern wachsen Rosen, selbst Sandaletten tragen Blümchen. Diese Blüten verwandeln Kleider in kleine Kunstwerke.

Diesen Beitrag finden Sie in dem Fachbuch Atelier – Fachwissen aus der Praxis Teil 1.

 

 

Blütenbukett

Zu sehen ist das Schnittmuster einer Applikation.
Abb. 1 zeigt die Schablone in Originalgröße. Für die Blütenblätter wird der Organza doppelt genommen. Dadurch bleiben die fertigen Blätter besser stehen. Sie werden mit Zick-Zack- Stichen in bunten Farben schmal aufeinander gekurbelt. Spezialmaschinen erleichtern die Arbeit. Jeweils zwei Blätter – in gleicher Farbeinfassung – werden formversetzt aufeinander gelegt, in der Mitte mit unregelmäßigen Fältchen festgehalten und aufgenäht. Eine Perle verdeckt und schmückt die Stichstelle.

 

 

Genähte Blüten mit Perlen bestickt sind zu sehen.

Als Abschluss sehen Eistüten aus kontrastfarbenem Organza mit Quasten hübsch aus. (fertiges Blütenbukett). Man nimmt einen ca. 15 cm breiten Schrägstreifen, legt ihn in Bruch und schneiden drei Dreiecke aus. Die Schnittkanten aufeinander gelegt, ergeben die Tüten. Ganz schmal und dicht versäubert, werden sie von Hand aufgenäht und mit Tropfperlen oder Perlenquasten abgeschlossen.

 

 

 

Kelchblüte

Die beiden Grundformen dieser Blüte bestehen aus Kreis und Dreieck. Aus sehr leichtem Material wie Organdy gearbeitet, mit nur einer Stofflage und an denKanten versäubert, wird sie besonders duftig. Soll die Blüte, ebenfalls aus leichtem Material, mehr Stand bekommen, muss man jeden Kreis zweimal nehmen. Es kann noch Organza als Einlage notwendig sein, z. B. bei Chiffon. Zu beachten ist, dass die obere und untere Seite gleich ist, da das Material abwechselnd sichtbar wird.

Zu sehen ist das Schnittmuster einer Applikation.
Abb. 1 zeigt den Kreis. Er hat einen Durchmesser von 8 cm und wird in der Mitte, dem geraden Fadenlauf entlang, geöffnet. Abb. 2 So entsteht die Möglichkeit, die beiden Hälften in verschiedene Richtungen zu rollen. Am unteren Ende wird die entstandene Tüte festgehalten. Mehrere Tüten aneinander genäht ergeben die Blüte.

Wurde die Schablone aufgezeichnet, werden die Linien mit Maschinenstickgarn und kleinen, dichten Stichen versäubert und ausgeschnitten. Abb. 3 Das Dreieck wird genauso gearbeitet. Die Mitte – siehe Abb. – wird bis auf einen knappen Zentimeter geöffnet. Die kleine verbleibende Ecke wird zwischen die Kreise genommen.

 

 

Zu sehen ist die fertig gefaltete Kelchbüte aus Stoff genäht.

Abb. 4 zeigt die fertige Blüte mit drei Kreisen und einem Dreieck. Ergänzen und verändern kann man die Blüte noch mit Schlauchblenden als Stiele oder die Kantenversäuberung mit kontrastfarbenden Garn. Verwenden wir fünf Kreise, kann auf das Dreieck verzichtet werden.

 

 

 

Gewickelte Rose

Eine gewickelte Rose, genäht aus Stoff ist abgebildet. Darunter das Schnttteil der Blütenapplikation.

Aus weichem Crêpe de Chine ist diese Rose besonders anschmiegsam. Mit Organza unterlegt erhält die Rose mehr Formbeständigkeit. Für die Blüte verwendet man einen Schrägstreifen. Länge und Breite des Zuschnitts bestimmt die gewünschte, fertige Größe der Rose. Die Rose hat einen Streifenzuschnitt von 30 cm Länge und 8 cm Breite.

Der Organzastreifen muss ebenfalls schräg zugeschnitten sein. Man unterheftet ihn. Abb. 1 Der doppelte Streifen wird längsverlaufend in Bruch gelegt und an beiden Enden verstürzt. Eine Seite bleibt in der bestehenden Breite, die andere Seite wird verlaufend zugeschnitten – 1,8 cmbis 2 cm – Arbeitsverlauf Um nicht zu viel Fadenmaterial zu erhalten, wird nur sparsam versäubert. Zwei kleine Blättchen bilden die Knospe.

 

 

Gezeigt wird die fertige Gewickelte Rose zum selber nähen als Dekoration.
Die untere rechte Abbildung zeigt die Originalgröße dieser Blätter. Verarbeitung: Die Rose wird von der Schmalseite des Streifens aus gewickelt. Die kleinen Blätter nimmt man in die Mitte. Mit kleinen Reihfältchen wird unten die Weite festgehalten. Als Ergänzung und je nach Verwendungszweck dient ein Blätterkranz. Die Blüte wird in den  einfachen oder doppelten Blattkranz gesetzt und versäubert. Blätterzuschnitt

 

 

Gezeigt wird die Schnitttechnik für eine Gefüllte Rose zum Nähen als Dekoration.

Eine ungewöhnlich saubere und haltbare Blattspitze erhält man, wenn der Zuschnitt im Stoffbruch erfolgt.

 

 

 

Gefüllte Rose

Gezeigt wird die Schnitttechnik für eine Gefüllte Rose zum Nähen als Dekoration.

Für diese Rose eignet sich Duchesse sehr gut. Sie ist kompakt und relativ unempfindlich. Alle Blätter sind doppelt im schrägen Fadenlauf zugeschnitten. Die Schrägstreifen werden in Bruch gelegt und leicht zusammengebügelt. Erst jetzt werden sie den vorgegebenen Schablonen entsprechend ausgeschnitten.

 

Verarbeitung

Gezeigt wird die Fertigung einer handgenähten Rose per Hand.
Die Blätter an den gerundeten  Schnittkanten einkräuseln. Fäden zur weiteren Verarbeitung hängen lassen. Eines der kleinsten Blätter wird zur Blütenmitte zusammengedreht. Alle weiteren der Größe nach sortiert und versetzt annähen.
Unten flach arbeiten und mit gleichem Stoff versäubern. Mit einer Anstecknadel versehen, kann diese Rose zu verschiedenen Kleidungsstücken getragen werden.

 

 

 

Blütenbukett zum Anstecken

Ein Blütenbukett zum Anstecken ist abgebildet. Selber genäht-

 

 

Röschen oder Knospen

Zu sehen sind Röschen oder Knospen als Zeichnungsvorlage für Handstickerei.

 

Produkt: Rundschau für Internationale Herrenmode 3-4.2018
Rundschau für Internationale Herrenmode 3-4.2018
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