Produkt: Buch DOB Atelier - Fachwissen aus der Praxis 1
Buch DOB Atelier - Fachwissen aus der Praxis 1
DOB Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1

Aufarbeiten eines Pelzkragens

Kragen mit Teddy und Fell
Modetrend Shearling: Kragen aus Teddy-Plüsch und Fake Fur sind super in! v.l.: Vuitton, Chloe, Marant (Bild: Catwalkpix.com)

Flauschiger Besatz an Kragen, Kapuze oder Manschetten sind in diesem Winter angesagt wie noch nie. Umso cooler, dass es mittlerweile so viele, qualitativ hochwertige Alternativen zum Echtpelz gibt, die uns im Winter warm und stylisch verpacken.Viele Designer gehen in dieser Saison mit Faux Fur und Teddy-Plüsch auf Kuschelkurs. Wer trotzdem nicht auf Echtpelz verzichten will sollte auf einen, der vielen alten, ungetragenen Lammfell – oder Pelzmäntel aus den Schränken unserer Mütter und Großmütter zurückgreifen. Diese können wunderbar zu neuen Stücken oder Pelzbesatz umgearbeitet werden und bieten eine nachhaltige Möglichkeit für unseren geliebten Shearling Trend.

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Ein Faux Fur oder Teddy-Stoff kann man einfach mit der Stoffschere zuschneiden. Allerdings sollten alle Schnitteile gleich nach dem Zuschnitt versäubert werden. Echter Pelz oder Lammfell hingegen sollte nicht mit der Schere zugeschnitten werden. Wenn kein geeignetes Schneidewerkzeug zur Verfügung steht, genügt auch eine Rasierklinge. Die benötigte Form zeichnet man auf die Lederseite, trennt vorsichtig die Linien durch, ohne die Haare zu verletzen. Um einen zeitgemäß weichen Kragen zu bekommen, nimmt man den mit Einlage versehenen Unterkragen, bügelt die Nahtzugabe um und näht sie auf der Einlage fest. Der Pelzkragen sollte 1,5 cm überstehen. Es empfiehlt sich, Pelz- und Stoffkragen
mit ein paar Heftstichen zu fixieren.

 

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz.Beide Kragen werden mit einer Verzugsnaht verbunden. Sie bewirkt, dass der Pelzkragenrand so auf den Stoff genäht wird, dass die
Lederkante unsichtbar bleibt. Genäht wird von rechts nach links. Der erste Stich erfolgt circa 1/2 cm innerhalb der Stoffkante. In gleicher Höhe sticht man die Nadel von der Haarseite zum Körper ein, dreht die Nadel um, d.h. von sich weg stechend und führt sie wieder durch das Leder stechend nach außen zur Haarseite. In gleicher Höhe erfolgt der nächste Stich im Stoffkragen, dann wieder wie gerade beschrieben. Das Nähgarn bleibt nur leicht angezogen.

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz per Handstiche.Erst nach circa 5 Stichen zieht man das Nähgarn fest an, wobei die Fellkante (mit dem linken Daumen leicht nachhelfend) umgerollt festsitzt. Ein Knoten ist nach diesem Vorgang zweckmäßig.

 

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz per Handstiche.

Dieser Beitrag ist ein Ausschnitt aus dem Fachbuch “Atelier – Fachwissen aus der Praxis Teil 1“.

 

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Fellbesatz

Im Winter sind kleine Fellgarnituren an Kragen, Kapuzen, Taschen und Säumen immer wieder beliebt. Eine Alternative zu echtem Fell sind die immer hochwertigeren Imitate.

 

Abb. 1
Fellbesatz mit großen Stichen annähen.

 

Abb. 2
Faden festziehen, so dass sich das Fell um die Kante rollt.

 

Abb. 3
Fertige Tasche mit Fellbesatz.

 

Das Zuschneiden des Felles geschieht mit einem Kürschner- oder Teppichmesser. Dabei ist darauf zu achten, dass nur die Haut bzw. das Gewebe durchgeschnitten wird. So gehen nicht so viele Haar verloren, als wenn das Fell mit einer Schere geschnitten wird.

Für das Überkantenlegen des Felles muss oben ein Einschlag von 2 cm stehen bleiben. 1 cm geht für den Umbruch verloren und der andere verbleibt für das Befestigen an der Tasche.

Zum Annähen des Felles sticht man zunächst von links in die Tasche und dann von rechts in das Fell. Dieser Stich wird in regelmäßigen Abständen wiederholt. Nach einer Strecke von ca. 10 cm wird der Faden angezogen, bis sich das Fell übergerollte hat und gut an der Tasche festliegt. Das Fell muss nach diesem Arbeitsvorgang aussehen, als ob er anstaffiert wäre. Es ist jedoch darauf zu achten, dass das Garn nicht zu stramm angezogen wird.

Um bei einem eventuellen Reißen des Garnes durch das Tragen einem völligen Aufgehen der Naht vorzubeugen, wird jeweils in Zwischenräumen von 10 cm ein Hinterstich angebracht.

Tipp: Starkes Garn verwenden!

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Nähanleitung für dekorative Rüschen und Auszier

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