Produkt: TAILORMADE Lehr-DVD
TAILORMADE Lehr-DVD
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Aufarbeiten eines Pelzkragens

(Bild: © CATWALKPIX.COM)

 

Nicht alle Kollegen haben die Möglichkeit, mit wenig Zeitaufwand zum Kürschner zu gehen, um einen Pelzkragen aufarbeiten zu lassen. „DO IT YOUR SELF“ ist angesagt.

 

Dass man Pelz nicht mit der Schere schneiden darf, weiß man. Wenn kein geeignetes Schneidewerkzeug zur Verfügung steht, genügt auch eine Rasierklinge. Die benötigte Form zeichnet man auf die Lederseite, trennt vorsichtig die Linien durch, ohne die Haare zu verletzen. Um einen zeitgemäß weichen Kragen zu bekommen, nimmt man den mit Einlage versehenen Unterkragen, bügelt die Nahtzugabe um und näht sie auf der Einlage fest. Der Pelzkragen sollte 1,5 cm überstehen. Es empfiehlt sich, Pelz- und Stoffkragen
mit ein paar Heftstichen zu fixieren.

(Bild: © CATWALKPIX.COM)

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz.Beide Kragen werden mit einer Verzugsnaht verbunden. Sie bewirkt, dass der Pelzkragenrand so auf den Stoff genäht wird, dass die
Lederkante unsichtbar bleibt. Genäht wird von rechts nach links. Der erste Stich erfolgt circa 1/2 cm innerhalb der Stoffkante. In gleicher Höhe sticht man die Nadel von der Haarseite zum Körper ein, dreht die Nadel um, d.h. von sich weg stechend und führt sie wieder durch das Leder stechend nach außen zur Haarseite. In gleicher Höhe erfolgt der nächste Stich im Stoffkragen, dann wieder wie gerade beschrieben. Das Nähgarn bleibt nur leicht angezogen.

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz per Handstiche.Erst nach circa 5 Stichen zieht man das Nähgarn fest an, wobei die Fellkante (mit dem linken Daumen leicht nachhelfend) umgerollt festsitzt. Ein Knoten ist nach diesem Vorgang zweckmäßig.

 

Die Zeichnung zeigt die Verarbeitung von Pelz per Handstiche.

Dieser Beitrag ist ein Ausschnitt aus dem Fachbuch “Atelier – Fachwissen aus der Praxis Teil 1“.

 

Atelier – Fachwissen aus der Praxis 1
98,00 €
AGB

 

 

Fellbesatz

Im Winter sind kleine Fellgarnituren an Kragen, Kapuzen, Taschen und Säumen immer wieder beliebt. Eine Alternative zu echtem Fell sind die immer hochwertigeren Imitate.

 

Abb. 1
Fellbesatz mit großen Stichen annähen.

 

Abb. 2
Faden festziehen, so dass sich das Fell um die Kante rollt.

 

Abb. 3
Fertige Tasche mit Fellbesatz.

 

Das Zuschneiden des Felles geschieht mit einem Kürschner- oder Teppichmesser. Dabei ist darauf zu achten, dass nur die Haut bzw. das Gewebe durchgeschnitten wird. So gehen nicht so viele Haar verloren, als wenn das Fell mit einer Schere geschnitten wird.

Für das Überkantenlegen des Felles muss oben ein Einschlag von 2 cm stehen bleiben. 1 cm geht für den Umbruch verloren und der andere verbleibt für das Befestigen an der Tasche.

Zum Annähen des Felles sticht man zunächst von links in die Tasche und dann von rechts in das Fell. Dieser Stich wird in regelmäßigen Abständen wiederholt. Nach einer Strecke von ca. 10 cm wird der Faden angezogen, bis sich das Fell übergerollte hat und gut an der Tasche festliegt. Das Fell muss nach diesem Arbeitsvorgang aussehen, als ob er anstaffiert wäre. Es ist jedoch darauf zu achten, dass das Garn nicht zu stramm angezogen wird.

Um bei einem eventuellen Reißen des Garnes durch das Tragen einem völligen Aufgehen der Naht vorzubeugen, wird jeweils in Zwischenräumen von 10 cm ein Hinterstich angebracht.

Tipp: Starkes Garn verwenden!

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