Jeansstoff


Was ist Jeansstoff, wie pflegst und wie verarbeitest Du ihn richtig? Alles dazu hier! Plus: Passformen-Guide für die perfekte Jeans.

Von der Basic Jeans, die früher als Arbeiterhose entwickelt wurde, bis hin zum schicken Haute Couture Teil aus Jeans bietet der Stoff jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten. Diese Vielfalt ist alltäglich auf der Straße zu sehen, was der Stoff sonst noch drauf hat und wie du ihn nutzen kannst, zeigt dir unsere große Übersicht mit jeder Menge Informationen, Tipps und Schnittmuster.

Inhalt dieses Artikels:

Was ist Jeansstoff?

Jeans ist ein derbes Baumwollgewebe in Kettköperbindung (mit dunkler Kette und hellem Schuss), mit Indigo gefärbter Stoff. Indigo kann als ein tiefblauer Farbton beschrieben werden, der aus der indischen Indigopflanze oder dem europäischen Färberwald gewonnen wird. Der natürliche Indigo ist in der Modeindustrie allerdings nicht weit verbreitet. Für die Textilindustrie wird synthetischer Indigo hergestellt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Jeansstoff im französischen Nîmes hergestellt und in die italienische Hafenstadt Genova gebracht. Aus dem französischen Wort für Genova „Genes“ leitete sich später der Name Jeans ab.

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Unterschied zwischen Denim und Jeans

Der Unterschied zwischen der Jeans und Denim liegt lediglich darin, dass Denim der robuste Baumwollstoff ist, der früher als „Serge de Nimes“ bekannt war. Übersetzt „Gewebe aus der Stadt Nimes“ kurz Denim. 1847 entwickelte Levis Strauss aus dem Stoff eine robustere, mit Nieten verstärkte Arbeitshose für Goldgräber, die heute als Jeans bekannt ist.

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Welche Jeans-Waschungen gibt es?

Waschung ist nicht gleich Waschung – die Vielfalt der Jeans-Waschungen ist ebenso zahlreich wie zum Beispiel die Jeansschnitte, -Arten oder -Farben. Folgende Jeans-Waschungen gibt es:

Jeans-Waschungen Merkmale
Acid-Washed Besonders starke Kontraste werden durch die Waschung mit gechlortem Bimsstein erreicht.
Authentic Die spezielle Form des Used-Look entsteht, indem die Jeans sandgestrahlt und anschließend durch einen Bimsstein gewaschen wird.
Bleached Der Klassiker, die gebleichte Jeans.
Bomber Jeans Einige Stellen, meist oft beanspruchte wie Knie oder Gesäß, werden für den Used-Look aufgehellt.
Crinkle Knitter-Effekt
Crusher Denim Struktureffekte wie Knie- oder Sitzfalten.
Dark Denim Eine dunkelblaue Jeans, bei der auf die Bleichung verzichtet wird.
Destroyed Durch Löcher oder Risse wirkt der Stoff alt und abgenutzt.
Dirty Eine an Schmutz erinnernde braune oder beige Färbung.
Fancy Denim Wird durch aufnähen oder bedrucken von Elementen erreicht.
Ice Washed Ein Farbeverlauf von hellblau in Weiß.
Moon-Washed Das Muster erinnert an die Mondlandschaft, die Hose wirkt sehr hell und anmutig.
Old Blue-Washed Ein gelblicher Used-Look, der durch eine umweltschonende Waschung entsteht.
Rinse-Washed Sehr dunkle Jeans, die nur gespült (nicht gebleicht) wird.
Ripped Denim Ausgefranster Look durch Querschnitte.
Sand-Washed Mit kleinen Bimssteinen gewaschene, weiche Hose.
Shotgun Denim Der zerrissene Used-Look entsteht durch beschuss mit Schrot.
Stone-Washed Klassischer Used-Look, durch Waschung mit großen Bimssteinen.
Super Dark Stone Durch die doppelte Färbung mit Indigo entsteht eine sehr dunkle Farbe.
Used Jeans Die Vorstufe der Destroyed Jeans, suggeriert einen alten und abgetragenen Look.
Vintage Der klassische Look entsteht durch Bürsten und Bleichen.

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Der Klassiker – die Jeanshose

Normalerweise wird ein Kleidungsstück durch seinen Träger berühmt, bei der Jeans aber ist es anders. Und das bei einem Massenprodukt – wie zum Beispiel dem Modell 501 von Levis, dass im Jahre 1890 seinen Namen durch die Partienummer „501“ bekam und bis heute, mit großer Nachfrage, angeboten wird. Dies verdeutlicht umso stärker, die Jeanshose ist und wird nie out.

Mittlerweile gibt es sie in unzähligen Formen und Färbungen. Gerade diese Vielfalt erklärt, warum die Jeans nicht veraltet. Im kulturellen Gedächtnis ist diese Hose vielleicht keine Arbeitshose mehr, aber immer noch ein Alltagskleidungsstück. Und gerade darin liegt der Reiz, sie zu immer wieder verändern und neu zu interpretieren. Sie enger oder schmaler oder statt mit five pockets ohne Gesäßtaschen zu nähen, sie vielleicht sogar gegen den Strich zu bürsten. Weil der Jeansstoff banal ist, erzielt jede neue Variante solches Aufsehen. Damit nimmt er einen umgekehrten Weg wie das Abendkleid, das per Definition üppig und schwelgerisch war.

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Die Geschichte der Jeans

Im 19. Jahrhundert brach in Amerika der Goldrausch aus. Durch die tägliche Belastung rissen die normalen Hosen der Goldgräber jedoch viel zu schnell. Für dieses Problem erfand Levi Strauss eine Hose, deren Nähte mit Nieten gegen das Problem ankämpfen sollte. Der deutsch-jüdische Levi Strauss, ursprünglich Löb Strauß, wanderte nach dem Tod seines Vaters nach San Francisco aus.

1873 ließen er und sein Kompagnon Jacob Davis ihre Idee das “Improvement in Fastening Pocket Openings” (Verbesserung bei der Befestigung von Taschenöffnungen) patentierten. Durch eine Verstärkung mit Nieten konnten die Taschen an den Arbeitshosen nun nicht mehr ausreißen. Die Idee wurde so erfolgreich, dass sich die Arbeiterhose zum Designerstück weiterentwickelte und bis heute überlebt hat. Vor allem in Deutschland hing der „Arbeitshose“ dieses Etikett sehr lange an, auch noch, als sich längst ein fundamentaler Wandel vollzogen hatte. Die ehemalige Arbeiterhose wurde zu der Hose der Jugend. Auffällig, dass dieses banale Kleidungsstück heutzutage das kommerziellste ist.

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Wie wird Jeansstoff hergestellt?

Der klassische Jeansstoff wird aus Baumwollfäden hergestellt, die mit Indigo gefärbt werden. Im nächsten Schritt werden sie getrocknet und stabilisiert. Die blau gefärbten Fäden (Kettfäden) werden im Webstuhl mit weißen, ungefärbten Fäden (Schußfäden) in Köperbindung verwoben. So entsteht der schräg durch den Stoff verlaufende Grat (bzw. Köpergrat) – das charakteristische Muster des Jeansstoffes.

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Welche Vor- und Nachteile hat Jeansstoff?

Welche Vor- und Nachteile der Jeansstoff bietet, fasst die folgende Tabelle zusammen:

Vorteile Nachteile
robust starke Abfärbung
strapazierfähig starke Abreibung
atmungsaktiv umweltbelastende Produktion
hautfreundlich durch UV-Strahlung entstehen gelbliche Flecken
kochfest
dehnbar
saugfähig
lässt sich gut färben
geringes Allergiepotential
pflegeleicht

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Wie erkenne ich einen qualitativ guten Jeansstoff?

Die Qualität eines Jeansstoffes spielt eine große Rolle in der Verarbeitung. Aus Kostengründen wird oftmals ein Materialgemisch angeboten, wodurch die Robustheit des Materials leidet. Je weniger Baumwolle verarbeitet wird, desto günstiger wird der Stoff.
Ein einfacher Test kann mithilfe der Griffigkeit durchgeführt werden:
  • Fühlt sich der Stoff schwer und fest an?
  • Ist die typische Jeansstruktur vorhanden?
Üblicherweise fühlt sich der Jeansstoff fest, strukturiert und weich an.

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Warum ist Jeansstoff robust?

Je höher die Fadendichte des Gewebes, desto robuster ist der Jeansstoff. Er wird mit der sogenannten Köperbindung hergestellt. Bei der Köperbindung geht der Schussfaden (weiß) unter einem Kettfaden (blau) durch und über (mindestens) zwei Kettfäden hinweg. Diese Webart macht den Stoff so robust und sorgt für das typisch, diagonale Muster der Jeans.
Die Stoffseiten eines Gewebes in Köperbindung sehen unterschiedlich aus. Die Oberseite (hier sind mehr Kettfäden zu sehen – man nennt sie Kettköper) sieht überwiegend blau und die Unterseite (Schussköper) weiß aus. Denimstoff hat in reiner Qualität ein ungefähres Gewicht von 11 – 14 Unzen und ist somit auch deutlich schwerer als Modestoffe in niedrigerer Qualität von ca. 8 – 10 Unzen.

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Warum leiert Jeansstoff aus?

Der Grund dafür, dass Jeansstoff ausleiert, liegt meist am Mischverhältnis des Stoffes. Im Optimalfall sollte Jeansstoff aus einer Mischung von 98 % Baumwolle und 2% Elasthan bestehen. Die strapazierfähige Kunstfaser sorgt dafür, dass sich der Stoff auch nach starken Dehnungen wieder an den Körper anpasst. Drei Tipps, um dem Ausleiern vorzubeugen, sind:
  1. Elasthananteil beachten
  2. Die richtige Pflege zählt: selten waschen (ohne Weichspüler) und nicht zu heiß!
  3. Kniebeugentrick: Bei Jeans, einfach ein paar Kniebeugen mit der Hose machen, weitet sie sich bereits jetzt, sollte sie nicht gekauft werden!

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Die richtige Pflege für Jeansstoffe

Tipps und Tricks, wie du deine Jeans richtig pflegst, erfährst du in der folgenden Tabelle:
Gerät 100 % Baumwolle Mischgewebe
Waschmaschine max. bis 60 Grad max. bis 30 Grad
Waschmittel + Fein-/ Colorwaschmittel verwenden
– keinen Weichspüler (dies weicht die Baumwolle auf und führt zum Ausleiern)
Bügeleisen mit Dampf und der Einstellung Wolle/Baumwolle Einstellung Seide/Wolle
Trockener Trockner vermeiden und lieber an der frischen Luft trocknen, um Verformungen zu vermeiden

Tipp: Weniger ist mehr, gilt auch für das Waschen von Jeansstoff. So vermeidest du Farbverluste und das Ausleiern des Stoffes. Dieser Meinung war auch Erfinder Levi Strauss, er riet sogar zum vollkommenen Verzicht einer Wäsche.

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Welche Färbemittel werden für Jeansstoff verwendet?

Der Jeansstoff kann mit Färbemittel aus dem Drogeriemarkt wie Echtfarbe, Textilfarbe oder Farbpulver einfach in der Waschmaschine oder einem Eimer gefärbt werden. Um so mehr Baumwollanteil der Stoff hat desto besser, nimmt er die Farbe an und wird letztlich das Ergebnis. Der Färbeprozess unterscheidet sich je nach Farbe und kann der beigelegten Bedienungsanleitung entnommen werden.

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Wie erhalte ich den Used Look?

Für den Used Look kann der Stoff einfach mehrmals mit einer hohen Dosierung Vollwaschmittel in der Waschmaschine gewaschen werden. Bei Bedarf mit einer harten Bürste oder Sandpapier die gewünschten Stellen zusätzlich bearbeiten. Welche Waschungen es gibt und wie sich diese auf deine Jeans auswirken, erfährst du im Abschnitt „Welche Jeans Waschungen gibt es?“.

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Wie verarbeite ich Jeansstoff richtig?

Jeansstoff gilt als echter Allrounder, doch was muss bei der Verarbeitung des robusten Materials alles beachtet werden? Wir haben alle wichtigen Informationen über die Verarbeitung, sowie kreative Anregungen zum Thema Jeansstoff für dich zusammengestellt.

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Welche Nadel und Nadelstärke brauche ich für Jeansstoff?

Stoffdicke Nadel Stichlänge
dickes, festes Material Spezielle Jeansnadel Stärke 90/ 100
(stabile & schlanke Spitze)
ca. 2,5 bis 3 mm
dünnes, leichtes Material Universalnadel Stärke 70/ 80 ca. 2 mm Stichlänge

Tipp: Universalgarn aus Polyester oder langstapeliger Baumwollgarn eignen sich hervorragend für die Nähte!

Die Schnittteile der Jeans werden typischer Weise mit einer Kappnaht geschlossen. Sie ist eine sehr stabile Naht. Eine genaue Nähanleitung für die Kappnaht findest du in der Rundschau 3/2019. Die Nähte werden, in Anlehnung an die original Worker Jeans, häufig mit gelbem oder orangefarbenem Garn, als Kontrast, verarbeitet.

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Wie erkenne ich den Fadenlauf?

Der Fadenlauf ist bei der Verarbeitung von Stoffen zu beachten. Er spielt eine wichtige Rolle für die spätere Passform und den Fall des Stoffes. In aller Regel verläuft er parallel zur Webkante des Stoffes und wird beim Kleidungsstück senkrecht ausgerichtet (entlang dem Körper des Trägers – von der Nasen bis zu den Fußspitzen).

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Schnittmuster für Jeansstoff

Jeansstoff ist nicht nur robust, sondern auch vielseitig einsetzbar. Du kannst den Stoff also für fast alle unsere Schnittmusterbogen nutzen.

Jeansjacke klassisch und abgewandelt

Es gibt diverse Klassiker in der Mode, wie zum Beispiel den Trenchcoat, den Bleistiftrock, die Bundfaltenhose, den Blouson und viele mehr. Ein besonderer Liebling ist die Jeansjacke. Die Jacke wird immer wieder neu aufgelegt, in ihrer Ur-Form oder dem Trend entsprechend verändert in Schnitt und Material. Im vorliegenden Heft zeigen wir den klassischen Grundschnitt der Jeansjacke und eine Abwandlung. Das Schnittmuster findet man als Download in der Rundschau 9/2016.

Zwei klassische Jeansjacken
Die Jeansjacke ist ein klassischer und zeitloser Begleiter.

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Bustier

Dieses Bustier kann aus einer gebrauchten Herrenjeans verarbeitet werden. Das Material sollte einen möglichst geringen Anteil an Elasthan haben. Auch Stoffe wie Baumwolle, ein feiner Wollstoff oder ein Spitzenstoff gearbeitet auf Seide eignen sich für dieses Modell. Am Saum kann ein leichter Stoff angenäht werden, so könnte dieses Bustier als Oberteil von einem Cocktailkleid zum Einsatz kommen. Aber auch über einem Hemd getragen sieht es toll aus. Das Schnittmuster für das Bustier findet sich hier in der Rundschau 12/2017 als Download.

Aus einer alten Herrenjeans wurde ein Bustier erstellt.
Upcycling leicht gemacht: Das Bustier entstand aus einer alten Jeans.

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Accessoires

Accessoires sind hoch im Kurs! Nobelmarken werden zu Sammlerstücken.
Als Blickfang perfektionieren sie jedes Outfit. Zurzeit fallen sie durch besonders liebevolle Ausarbeitung auf und gehören zur Garderobe. Taschenvarianten mit Quasten, kreative Rucksäcke, auffällige Schmuckgürtel und funktionelle Schals sind sehr angesagt. Oft werden sie als Statussymbol aus demselben Material oder der gleichen Farbe wie das Outfit hergestellt. Die Schnittmuster für Accessoires finden sich in der Rundschau 10/2016 als Download.

Verschiedene Accessoires aus Jeansstoff hergestellt wurden.
Die verschiedensten Accessoires lassen sich aus Jeansstoff erstellen.

Weitere Ideen, Inspirationen und Informationen zum Thema Jeansstoff findest du auf unserer Pinterest-Seite M. Müller & Sohn.

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Jeans-Passform-Guide: Welche Jeans-Passformen gibt es?

Die richtige Passform für deine Jeans zu finden, kann durchaus ein langwieriger Prozess sein. Neben der Farbe, dem Stoffgemisch aus Baumwolle, Elasthan und Co. herrscht große Verwirrung zwischen Schnitt, Hosenhöhe und den unterschiedlichen Bezeichnungen der Modelabels. In unserem Jeans-Guide findest du daher die bekanntesten Schnittformen und Bezeichnung der Textilindustrie, damit du für deinen nächsten Jeanseinkauf gewappnet bist.

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Die Schnitte: Loose Fit, Regular Fit und Slim Fit

Besonders häufig lassen sich die verschiedenen Schnitte in die sogenannten Loose Fit, Regular Fit oder Slim Fit unterteilen. Entscheidend bei der Wahl ist, welche Eigenschaften der Träger sich für seine Jeans wünscht.
Die legere Passform der Loose Fit (auch Relaxed Fit) zeichnet sich durch ihren weiten und lockeren Schnitt aus. Die folgenden bekannten Hosenschnitte können in die Kategorie der Loose Fit eingeordnet werden:
  • Baggy Jeans
    Baggy Pants sind sehr weite und tiefsitzende Hosen. Die lässige Schnittform zeichnete in den 1990er besonders die Hip-Hop-Szene aus. Bis heute gilt, desto tiefer eine Baggy Pant sitz, desto besser.
  • Bootcut-Jeans
    Der Bootcut-Jeans-Look entwickelte sich entsprechend seines Namens (dt. Stiefelschnitt) und sorgt durch eine weite Öffnung am Hosenende dafür, dass ein Stiefel unter der Hose getragen werden kann.
  • Boyfriend-Jeans
    Der maskuline Schnitt der Boyfriend-Hose umspielt lediglich Beine und Po der Trägerin. Sie ist bei Frauen gerade dank des komfortablen Tragegefühls beliebt. Wird jedoch im Gegensatz zu den anderen genannten Loose Fit-Beispielen, zum Knöchel hin enger.
  • Karotten Jeans
    Die karottenförmige Hose ist an den Hüften sehr weit und verengt sich Richtung Knöchel, dadurch wird der Oberschenkelbereich betont was gerade bei sehr dünnen Körperfiguren auffällt.
  • Mom-Jeans
    Die Mom-Jeans wurde ursprünglich für frische gebackene Mütter kreiert, die nach der Geburt auf der Suche nach einer komfortablen Hose waren. Dabei ähnelt der Schnitt sehr der Boyfriend-Jeans und unterscheidet sich lediglich im hohen Hüftbund, während die Boyfriend auf der Taille sitzt.
  • Flared Jeans/ Schlaghose
    Die Flared Jeans lässt die Flower Power Zeiten der 70er Jahren wieder aufblühen. Der ab den Knien an Weite gewinnende Schnitt der Schlaghose, lässt sich in verschieden Ausführungen finden.
Die Regular Fit (auch Straight Leg) ist eine Mischung aus der engen Slim Fit und weitem Loose Fit. Der Klassiker unter den Jeans setzt sich aus einem geraden und dennoch körperbetonten Schnitt zusammen.
Der Slim Fit-Schnitt (auch Tight Fit) ist durch seine Modelle wie der Röhrenjeans im Trend. Ein körper- bis hautnaher enganliegende Schnitt formt jede Figur. Bekannte Vertreter der Slim Fit- Modelle sind:
  • Röhrenjeans
    Die körperbetonte Röhrenjeans lässt schlanke Beine wie Röhren erscheinen, daher auch ihr Name.
  • Skinny Jeans
    Die Skinny-Jeans ist noch enger geschnitten als die Röhrenjeans.

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Die Bundhöhe: High Waist und Low Waist

Die Höhe des Hosenbundes lässt sich in High Waist und Low Waist unterscheiden. Bei der Wahl der richtigen Bundhöhe spielt vor allem die eigene Körperform eine wichtige Rolle, um die jeweiligen Vorteile sinnvoll ausnutzen zu können. Beide Höhen lassen sich mit den unterschiedlichsten Schnitten, von Loose Fit bis Slim Fit, kombinieren.
  • High Waist
    Die High Waist (hohe Taille) erkennst du an ihrem, bis zur Taille hochgezogenen Hosenbund.
  • Low Waist
    Low Waist-Jeans sind tiefgeschnittene Jeans, die im Hüftbereich enden. Die Hüftjeans eignen sich besonders für sportliche und große Frauen, die optisch nicht, durch einen hohen Taillenbund, größer erscheinen wollen.

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Zerrissen und formend – weitere Besonderheiten

Ripped Jeans
Die zerrissene Jeans ist derzeit so beliebt wie eh und je. Verschiedene Fransen, Löcher und Abschürfungen lassen jede Hose zu einem Unikat für wilde Looks erscheinen.
Shaping Jeans
Die perfekte Shaping-Jeans ist ein Wunderwaffe. Sie verspricht nicht zu quetschen und dabei trotzdem Po und Oberschenkel in Form zu bringen, wodurch die beliebte Apfelpoform entsteht. Gleichzeitig lässt die Jeans, die bis zur Taille reicht, deine Beine länger wirken.

Du willst noch mehr über den Trendstoff Jeans erfahren? Dann lohnt sich ein Blick in die Rundschau 04/2019 mit weiterführenden Informationen rund um das Thema Denim und Jeans.

Titel der Fachzeitschrift für internationale Damenmode und Schnitt-Technik
Die Rundschau 04/2019 setzt einen Themenschwerpunkt auf Jeansstoff.

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01.04.2019.