Produkt: Sammel-Ordner Herren-Rundschau
Sammel-Ordner Herren-Rundschau
Sammel-Ordner für Rundschau Damenmode und Schnitt-Technik

Revers- und Schalkragen in Winkelkonstruktion

 

Diese Abbildung dient als Vorlage zur Schnittkonstruktion. Das Foto zeigt einen Reverskragen mit Winkelanlage.(Bild: © CATWALKPIX.COM)

Reverskragen, Schalkragen

Revers- oder Schalkragen können mit einer sogenannten Winkelaufstellung oder mit Rückenanlage entwickelt werden. Welche Konstruktionsmöglichkeit jeweils zu bevorzugen ist, hängt von der jeweiligen Kragenform ab, die es zu
erreichen gilt. Dabei sind folgende Kriterien ausschlaggebend:

1. Breite von Kragen und Revers
2. Ausmaß und Form der Halslochvergrößerung

 

Die komplette Schnitt-Technik finden Sie in dem Fachbuch DOB Schnittkonstruktion für Kleider & Blusen.

 

 

Wann ist eine Winkelkonstruktion anzuwenden?

1. Bei Revers- und Schalkragenformen bis zu 7 cm Kragenumschlagbreite an der hinteren Mitte
2. Bei Halslochformen mit 0–1 cm Vergrößerung an der Schulter

 

 

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Kurzer Reverskragen mit fallendem Fasson

 

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Mantels mit kurzem Reverskragen.

Dieser Reverskragen wird in mehreren Abschnitten demonstriert. Er bildet die Grundlage für alle Revers- und Schalkragenformen in Winkelaufstellung.

 

 

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines kurzen Reverskragens.

Je nachdem, ob der Kragen anliegend oder halsfern gewünscht  wird, das Halsloch an der Schulter 0–1 cm und an der hinteren Mitte 0–0,5 cm (ist die Hälfte des Betrages an der Schulter) vergrößern. Das oberste Knopfloch festlegen. Den Übertritt in der gewünschten Breite zugeben. Die Reversansatzhöhe bestimmen. (Sie kann 0–1 cm oberhalb des obersten Knopfes liegen.) A–B 1,5–2 cm (meistens 2 cm) Stegbreite messen.

Über diesen Punkt die Bruchlinie zeichnen. A–C Länge des hinteren Halsloches messen. Ab C nach rechts winkeln und das Maß der gewünschten hinteren Kragenbreite (Kragenumschlagbreite) minus 0,5 bis plus 1 cm anmerken (hier: 5 cm). Mit dieser Messung kann die Außenlänge des Kragens beeinflusst werden. Breite und kurze Revers- und Schalkragenformen benötigen mehr Außenlänge als schmale und lange.

 

 

Zu sehen ist die Vorbereitung der Schnitt-Technik für Kragenformen.

 

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines kurzen Reverskragens.

Für ein Revers oder einen Schalkragen, dessen Bruchlinie oberhalb der Brusthöhe die vordere Mitte überschneidet, auf der Winkellinie ab Punkt C das Maß der gewünschten hinteren Kragenumschlagbreite plus 0,5–1 cm messen. – Für ein Revers oder einen Schalkragen, dessen Bruchlinie unterhalb der Brusthöhe die vordere Mitte überschneidet, auf der Winkellinie ab Punkt C
das Maß der gewünschten hinteren Kragenumschlagbreite minus 0–0,5 cm messen.

Je länger die Form des Revers oder des Schalkragens, um so weniger Außenlänge benötigt der Kragen und desto kleiner ist der erforderliche Betrag auf der Winkellinie ab Punkt C. Die Abstufungen in der Zeichnung geben Beispiele. Trotz dieser Konstruktionshilfen ist eine Passformkontrolle auf der Büste unerlässlich, da bereits geringfügige Unterschiede in der Linienführung die Passform verändern.

 

 

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines kurzen Reverskragens.

Zur Gestaltung der Kragenansatzlinie und der hinteren Kragenmitte zunächst eine gerade Hilfslinie ziehen, die 1–2 cm (hier 1 cm) links der neuen Halslochspitze endet. Mit der Plazierung dieser Linie wird die Lage der hinteren Mitte sowie der Verlauf der Kragenansatzlinie und damit die Außenlänge des Kragens beeinflusst.

Endet die Linie 2 cm links der Halslochspitze, erhält der Kragen mehr Außenlänge, welche z. B. von Modellen mit kurzer, breiter Reversform und Schulterpolster benötigt wird. Für schmälere Reversformen reichen jedoch 1–1,5 cm. (1 cm ohne Schulterpolster, 1,5 cm mit Schulterpolster.)

 

 

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines kurzen Reverskragens.

Diese Zeichnung macht deutlich, wie sich bei unterschiedlicher Platzierung der Hilfslinie die Lage der hinteren Kragenmitte verändert. Der Kragen erhält einmal mehr, einmal weniger Außenlänge.

 

 

Abgebildet ist die Schnitt-Technik eines kurzen Reverskragens.

Revers- und Kragenform zunächst im Vorderteil festlegen, dann auf die linke Seite der Bruchlinie übertragen. Die Spiegelnaht (auch Crochet- oder Cassurnaht) ca. 1,5–2 cm – je nach Stegbreite – über die Reversbruchlinie verlängern und bis zu diesem Punkt das Halsloch einzeichnen. Die Kragenansatzlinie zum Halsloch führen. Kragenansatzlinie und Halsloch überschneiden sich.

An der hinteren Kragenmitte Steg- und Kragenbreite messen. (Hier soll die Stegbreite circa 0,5 cm größer als an der Schulter sein.) Von beiden Punkten kurze Winkellinien ziehen und abschließend den Kragenbruch zum Reversbruch und die äußere Kragenkante zeichnen.

 

 

Abgebildet sind die fertigen Schnittteile eines kurzen Reverskragens.

 

Den Kragen vom Vorderteil trennen und die fehlende Ecke, die sich durch die Überschneidung an der Halsspitze ergibt, ergänzen. Die Kragenlänge mit der Halslochlänge vergleichen und eine evtl. notwendige Längenkorrektur parallel zur hinteren Kragenmitte vornehmen. Die Belegkante im Vorderteil festlegen. Den Beleg kopieren.

Am Oberkragen und am Revers Rollweite zugeben. Je nach Stoffstärke wird mehr oder weniger benötigt. Im Gegensatz zum Unterkragen, dessen Zuschnitt häufig schräg und mit Naht an der hinteren Mitte erfolgt, erhält der Oberkragen meistens Stoffbruch bei geradem Fadenlauf. Er kann aber auch (je nach Stoffmusterung) schräg liegen.

 

 

 

Langer Reverskragen mit fallendem Fasson

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Mantels mit langem Reverskragen.

 

 

Sliponkragen

 

 

 

Doppelreihiger Reverskragen mit steigendem Fasson

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Mantels mit Reverskragen.

 

 

 

Doppelreihiger Schalkragen

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines doppelreihigen Stehkragens in Form eines Schalkragens.

 

 

 

Reverskragen mit Abnähervariante

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Mantels mit Reverskragen mit Abnähervariante.

 

 

 

Kurzer, breiter Reverskragen

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Mantels mit kurzem breiten Reverskragen und Knopfleiste.

 

 

Spaten-Stehkragen

Zu sehen ist die technische Zeichnung eines Soppelreihers mit Spatenstehkragen.

 

 

Produkt: Vom Modellschnitt zur produktionsreifen Schablone
Vom Modellschnitt zur produktionsreifen Schablone
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